Frost und Feuer

Genre: Fantasy
Status: 2/3 der 1. Fassung
Wortanzahl: 80k (geplant: 120k)
Kategorie: Roman

Inhalt:
Es war ein guter Plan. Ein solider Plan. Eine neue Waffe stehlen, sie übergeben und die Belohnung kassieren. Eine immense Belohnung.
Es war nicht der Plan, mit erwähnter Waffe angeschossen zu werden. Oder fliehen zu müssen. Mitten in einem verdammten Schneesturm.
Tirranar und Berit haben nur eine Chance zu überleben – sie müssen schneller sein als der Mann, der ihnen den Auftrag gab und dann auf sie schoss. Seine Wachen töten, bevor sie von ihnen umgebracht werden.
Keine leichte Aufgabe, wenn Tir mit einem Loch im Bauch herumrennt und Berit kaum weiß, welches Ende von einem Schwert er halten muss, um sich nicht selbst zu verletzen.

Erster Satz:
Tirranar wusste, dass er diesen Tag nicht überleben würde.

Auszug:
Varasco spannte den Abzughahn, hielt die Waffe an der Wache neben ihm vorbei Richtung Fenster und kniff ein Auge zu, als würde er zielen.
“Scheint in Ordnung zu sein”, murmelte er.
“Dann sind wir hier fertig?” Tirranar legte eine Hand auf seinen Dolch. Er wollte so schnell wie möglich nach Hause, ehe Berit einfiel, dass er hier was mitgehen ließ oder eine der Wachen beklaute.
“Einen Augenblick noch. Der Funktionstest ist noch nicht vorüber.” Varasco lächelte sie an, und seine Hand mit der Pistole wanderte über den Tisch. Die Mündung des Laufes richtete sich auf Berit.
Tirranars Finger schlossen sich um den Dolchgriff. Ihm gefiel der Ausdruck auf Varascos Gesicht nicht. Zu freundlich für einen Mann, der gerade hundert Goldschillinge verloren hatte. Viel zu selbstzufrieden mit dem leichten Lächeln und der Kälte in seinen Augen. Und niemand sollte mit einer geladenen Waffe auf jemanden zielen, außer er meinte es ernst.
Varascos Mundwinkel wanderten weiter nach oben. Die beiden Wachen neben ihm legten ihre Hände auf die Langschwerter.
Tirranar spannte die Muskeln an. Jahrzehntelang eingegrabene Instinkte kreischten Alarm. Sein Körper wusste, wann ein Angriff bevorstand, selbst wenn sein Verstand sagte, dass es keinen Sinn machte. Warum sollte ihr Auftraggeber sie bedrohen?
Die Anspannung, die trotz der freundlichen Miene von Varasco und seinen Leuten ausging, setzte sich in Tirranars Nacken fest und manifestierte sich in einem Prickeln, das er lange nicht mehr verspürt hatte. Und hasste, weil es Gefahr ankündigte.
Noch nie hatte ihn dieses Prickeln betrogen.
“Mal schauen, ob dieses Wunderding auch wirklich eine tödliche Waffe ist.” Varascos Finger krümmte sich am Abzughahn.
Tirranar bewegte sich im gleichen Moment, ohne abzuwarten, ob der Kaufmann wirklich abdrückte.
Was er tat.

5 Antworten zu Frost und Feuer

  1. para68 schreibt:

    Ist denn schon eine Entscheidung gefallen, ob es eine Novelle oder doch eher ein Roman wird? Ich wäre neugierig, ob Deine Muse sich tatsächlich auf eine Kurzform wie die Novelle beschränken kann. 😛

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    • Jery Schober schreibt:

      Die Muse wollte immer einen Roman draus machen, und als sie endlich die Erlaubnis bekam, ging ihr die Luft aus *augenroll* Seitdem tüftelt sie an einem Subplot, um das lasche Ende aufzumotzen, kommt aber mit nix Gscheitem daher… Zum Glück steht dieses Projekt auf der Prioritätsliste weit hinten, und ich hab noch genug Zeit, ein paar Verwicklungen dazuzuschreiben, damit das letzte Viertel nicht „meh“ bleibt, sondern „wow“ wird.

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  2. para68 schreibt:

    Hervorragender erster Satz übrigens.

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  3. para68 schreibt:

    Na, das klingt doch alles ganz einfach. 🙂

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