Revision # 8 – Beat Sheets für eine bessere Romanstruktur

Und weiter geht’s mit unserer beliebten Reihe “Wie die Revision Jery um den Verstand bringt”, heute mit dem Thema “Wie mir Beat Sheets beim Kürzen helfen”.
Ja, ich bin noch immer beim Thema Struktur und Kürzen. Das Hübsch-Polieren des Manuskripts kommt schon noch. Hoffe ich.

Nach den beiden großen Kürzungen, die mir um die 50k einbrachten, folgte der nächste Schritt: Ich erstellte ein Beat-Sheet mit einem 9-Punkte-System von dem Roman. Etwas, was ich in Zukunft VORHER mache, weil es mir beim Strukturieren hilft und mir gleich zeigt, ob die Szeneneinteilung passt oder ich noch am Pacing arbeiten muss.

Mein Beat-Sheet ist ein schlichtes einseitiges Worddokument mit 9 vorgegebenen Punkten, das ich mir ausdrucke und dann handschriftlich ausfülle. Mit Bleistift, weil ich am Anfang einiges ausbessern muss, bis ich mit der Einteilung zufrieden bin. Das ist meine Leitlinie, um die restlichen Kürzungen vorzunehmen.

Diese 9 Punkte sind Wendepunkte im Plot. Ziel ist eine ständige Eskalation des Konflikts und eine permanente Erhöhung des Einsatzes. ZB ist zuerst nur die Karriere des HC bedroht, dann sein Leben, dann das seiner Familie (gängig in Thrillern). Weiter unterteilt sind sie in Plot Points und Pinch Points.
Die Plot Points sind Ereignisse, die wesentliche Änderungen nach sich ziehen. Sie sind üblicherweise am Ende jedes Viertels zu finden – bei 25, 50 und 75 % der Handlung. Weiters gibt es kleinere Wendepunkte, die Pinch Points. Und da ich auf Englisch plotte, lasse ich die englischen Bezeichnungen auch so stehen 😉
Zusammengestellt habe ich mir diese Punkte selbst, mit Anregungen von einem Dutzend Schreibratgebern, etlichen Autoren und Jami Golds Vorlage für Beat Sheats. Vor kurzem habe ich mir Dan Wells’ Sieben-Punkte-System angeschaut, mit dem auch die Schreibdilettanten plotten, die sind so ähnlich, nur dass ich 2 mehr habe.
Meine Plot Points im Detail, mit Beispielen aus dem aktuellen Roman:

Inciting Incident: Ein Ereignis zu Beginn des Romans, das die ganze Handlung ins Rollen bringt. Damit wird der Weg in Richtung Konflikt beschritten. Auf hübsch Deutsch: Auslösendes Ereignis.
Im Fall von Stein & Stahl: Ein Überfall, bei dem eine Menge Menschen sterben.

1. Plot Point, auch Point of No Return oder First Doorway: Ein Ereignis, das den HC zur Entscheidung zwingt, ob er sich in den Konflikt hineinziehen lässt oder das Weite sucht. Ab diesem Zeitpunkt gibt es kein Zurück mehr, jetzt läuft alles darauf hinaus, den Konflikt zu lösen oder unterzugehen.
Stein & Stahl: Nach einem Aufbau von “NC bringt HC dazu, sich dem Konflikt zu stellen”, gibt der 3. HC den Anstoß zu einem konkreten Plan, wie der Konflikt zu bereinigen ist. Die Entscheidung steht an, ob dieser Plan in die Tat umgesetzt wird. Wenn nicht: sorgenfreies Leben und Ende des Romans nach 25 %.

1. Pinch Point: Ein Punkt, wo Machenschaften des Gegners gezeigt werden und/oder sich der Einsatz weiter erhöht. Keine so dramatische Wende wie bei den Plot Points, aber doch eine deutliche Wende in der Handlung.
Stein & Stahl: HC erkennt, dass er mit seinem Plan andere in Gefahr bringt (hier herrscht noch nicht Lebensgefahr, das kommt erst später – eine kontinuierliche Steigerung der Gefahren ist das Ziel meines Plots, da kann ich nicht gleich mit “krepiert fast” anfangen). Weiters passiert mit einem NC etwas, was dem Villain (der Obermotz unter den Antagonisten) absolut nicht passt.

Midpoint (= 2. Plot Point): In der Mitte des Handlungsbogens ändern sich die Ziele. Neue Entscheidungen müssen getroffen werden, der Einsatz wird abermals erhöht.
Der ideale Zeitpunkt, um den Konflikt so richtig persönlich zu gestalten und dadurch eine neue Dimension einzubringen.
Stein & Stahl: HC und Villain treffen zum 2. Mal aufeinander. Villain bietet eine friedliche Lösung an. HC kann sie annehmen oder ausschlagen (neue Entscheidung). Lehnt ab, woraufhin der Villain klarstellt, dass Schluss ist mit lustig und er den Tod des HC will (Erhöhung des Einsatzes).

2. Pinch Point: hat den gleichen Zweck wie der 1. Pinch Point – Erhöhung des Einsatzes und/oder Machenschaften des Gegners zeigen.
Stein & Stahl: Ein HC gerät in akute Lebensfefahr, was die Rücksichtslosigkeit des Villains zeigt.

3. Plot Point: der “black moment” – eine Krise nimmt temporär die Hoffnung auf eine Lösung des Konflikts zu Gunsten des HC.
Stein & Stahl: HC landet im Gefängnis (nein, nicht in dem, aus dem ich einen Ausbruch geschrieben und wieder gelöscht habe), wo seine Tarnung auffliegt und er keine Möglichkeit mehr zur Umsetzung des ursprünglichen Plans und damit zum Lösen des Konflikts hat.

Höhepunkt: Protagonist und Antagonist stehen sich gegenüber und lösen ihre Probleme. Üblicherweise nicht mit einer Plauderei 😛
Stein & Stahl: HC und Villain treffen zum 3. Mal aufeinander und lösen ihre Probleme. Irgendwie schon mit einer Plauderei.

Das Ende des Konfliktes: Gehört noch zum Höhepunkt, bekommt aber einen eigenen Punkt. Das ist der eigentliche MOMENT des Höhepunkts, auf den der gesamte Plot hinausläuft, wo der HC am Ziel seiner Bemühungen ist und der Konflikt endgültig gelöst wird.
Stein & Stahl: Der Villain gesteht seine bösen Taten. (Was jetzt weit weniger dramatisch klingt, als es dann im Buch ablaufen soll.)

Auflösung: Das Ende der Geschichte. Eine Begebenheit, die zeigt, wie sich der Protagonist verändert hat (natürlich muss er sich nicht ändern *hust – Robert Langdon, Jack Reacher – hust*, aber ich schreibe Romane, in denen sich Charaktere weiterentwickeln).
Stein & Stahl: HC öffnet sich anderen gegenüber und erhält ein Ziel jenseits von Kämpfen und Töten.

Diese Einteilung ist kein Dogma, nur ein Gerüst, an das ich mich halten kann. Wer ohne Outline schreibt, braucht sowas vermutlich gar nicht.
Ich kam drauf, dass ich mir wesentlich leichter tue, anhand dieser 9 Punkte einen Plot auf die Beine zu stellen, als wenn ich munter drauf losschreibe und nach 20 % die Krise habe, weil ich nicht weiß, wie es weitergeht. Oder zwar weiß, wo die Reise hingeht, aber viel zu ausufernd werde und jedem Plotbunny nachjage, das der Muse vor der Nase herumtanzt.
Wenn etwas für euch beim Schreiben funktioniert, was absolut nichts mit Plot Points zu tun hat – bleibt dabei!

Eine Analyse des Wordcounts der einzelnen Viertel bei Stein & Stahl brachte das Ergebnis, dass mein Hauptproblem in der ersten Hälfte liegt. Besonders das erste Viertel ist viel zu lang, es hat fast die Länge, die zum Schluss eine gesamte Hälfte haben soll. Also geht’s da allem an den Kragen, was die Handlung nicht weiterbringt.
Ich habe jetzt die erste Hälfte überarbeitet, es flogen weitere 13k hinaus. Mal sehen, ob mir das auch mit der zweiten Hälfte gelingt. Am Ende soll jedes Viertel unter 40k haben.

Und nun geht’s weiter mit dem Kürzen, und bald folgt hier die nächste Folge der Revision-Blogposts, diesmal über Redundanz.

Der lange Weg zum fertigen Roman

Der lange Weg zum fertigen Roman

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Über Jery Schober

author translator daydreamer dogperson bookcollector candlejunkie Übersetzt Romane, schreibt Fantasy, liest querbeet und malt unerfolgreich.
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32 Antworten zu Revision # 8 – Beat Sheets für eine bessere Romanstruktur

  1. dreamertalks schreibt:

    Mein Hund lässt Dir ausrichten, dass er Blogbeiträge dieser Art nicht sonderlich schätzt, wenn es draußen sonnig ist und er gemütlich sein Fell anwärmen lassen will, während er gleichzeitig genüsslich schläft.
    (ich bin nämlich beim Lesen Deines Post sofort auf den Gedanken gekommen: Klingt wie Jamie Golds Beat Sheat und Dan Wells – und prompt schreibst Du davon! Ich habe wohl ein wenig zu laut gelacht…)

    Ich finde das übrigens sehr entspannend zu sehen, dass es anderen auch so geht wie mir!
    Du erinnerst Dich sicherlich an meinen Post mit den Post-its? Das ist doch quasi dasselbe wie Du hier erlebt hast, nur dass ich gemerkt habe, dass mir noch Plot fehlt und ich darum das eigentliche Editieren äh Streichen noch nicht machen kann, sondern erst mal gemäß dieses Plans Szenen einfüge.
    Wobei ich mir auch sage, dass ich das beim nächsten Projekt vorher mache. Wesentlich vorher!

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    • Jery Schober schreibt:

      Ich entschuldige mich vielmals bei deinem Hund, seine Nachmittagsruhe gestört zu haben. Ich senke mein Haupt in Demut und betreibe ein wenig Selbstgeißelung – ich böses Mädchen, ganz böse.

      Ich glaub, ich hab mir so ziemlich alle Beat Sheets von Jami Gold runtergeladen. Die meisten sind mir viel zu detailliert, so genau plotte nicht mal ich Kontrollfreak. Aber mit dem Basic Sheet, wo nur diese 9 Punkte sind, komme ich gut klar. Da floss auch viel von Bells „Plot & Structure“ mit ein (der arbeitet mit Doorways). Wells habe ich mir nach unserer Unterhaltung angeguckt, ist am Anfang und am Ende ein bisschen anders gelagert, aber durchaus vergleichbar. Da traf es sich, dass die Schreidilettanten gerade einen Podcast dazu machten.

      Einmal, nur einmal möchte ich draufkommen, dass ich zu wenig Szenen habe *seufz* So eine Planung in Punkten ist schon hilfreich, weil man dadurch einen guten Überblick über den Plotfortschritt bekommt und die Story an die Struktur anlehnt, auf die der Mensch geeicht ist.
      Ich hab zwar keine bunten Post-its bentutzt, aber ich hab das ausgedruckte Manuskript mit 4 Leuchtstiftfarben verunziert, damit ich auf den ersten Blick sehe, wo was zu tun ist. Nur für den Fall der Fälle habe ich aber schon mal Post-its in allen Farben angeschafft, falls mich der Drang überkommt, mein Notizbuch damit zu spicken. Du warst sehr inspirierend 🙂

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      • dreamertalks schreibt:

        Hey, das freut mich!
        Ich habe mir vorhin Deinen Post zum Anlaß genommen und nochmal schnell meinen Szenenfahrplan mit der Post-it Struktur verglichen und was ist? Ich bin schon wieder abgewichen. Insofern hast Du mir auch mit dem Post sehr geholfen, weil ich dadurch noch rechtzeitig gemerkt habe, dass meine Charas schon wieder in die völlig falsche Richtung laufen… Schlimm, solche verwirrten Charas!

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        • Jery Schober schreibt:

          Was ist nur mit Charakteren los, dass sie immer meinen, sie könnten tun, was sie wollen? Dabei verlaufen sich die Armen doch ständig. Nimm sie an der Hand und führe sie durchs Labyrinth deines Plots 😀

          Gefällt 2 Personen

          • dreamertalks schreibt:

            Werde ich gleich tun.
            In der Hoffnung, dass ich dabei nicht wieder aus Versehen einen noch wichtigen Chara umbringe… sowas kann nämlich leider bei mir schon mal vorkommen. Ich sollte mich vielleicht doch mal für das Zombie-Genre interessieren 🙂
            Schönen Sonntag noch!

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  2. Evanesca Feuerblut schreibt:

    Ich finde es immer sehr interessant, wie sich andere Autoren dem Thema „Überarbeiten“ und „Aufbau des Romans“ nähern.
    Einfach weil… ich ein neugieriger Mensch bin.
    Und dieses „Ich schaue mir mal an, wie meine Geschichte funktioniert, leite daraus was ab und dann schaue ich, wie ich das optimiere2 ist im Prinzip der beste Weg, egal was am Ende rauskommt.
    (Ich „plotte“ mit Elipsen. Kann man nicht schriftlich ausdrücken. Muss man zeichnen.)

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    • Jery Schober schreibt:

      Ellipse, das böse Wort – da kommen furchtbare Erinnerungen an den Mathe-Unterricht hoch *schüttel* Wenn das noch was anderes als Rechenaufgaben bedeutet, könnte ich mich vielleicht doch damit anfreunden 😛 Klingt auf jeden Fall spannend und nach einem unbekannteren System.
      Ich hab’s mal mit Zeichnen probiert, mit Mindmapping und Cluster-Wölkchen, was bei der Ideenfindung ganz interessant war, aber beim Plotten selbst klappt es mit Tippen bei mir am besten. Mache allerdings oft handschriftliche Notizen, vorher, in der Planungsphase, wo ich in einem Notizbuch alles aufschreibe, was mir zu der Idee in den Sinn kommt.

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      • Evanesca Feuerblut schreibt:

        Ne, keine Rechenaufgaben. Auch wenn es an Mathe erinnert, so aus der Ferne. Eigentlich ist es sehr grafisch (auch wenn 80% davon nur in meinem Kopf stattfindet, weil ich zu faul bin, es zu zeichnen), geht sehr gut mit Programmen wie Prezi oder simpel mit Paint.
        Ich zeichne Handlungspunkte, male eine Elipse drumherum und setze dann weitere Handlungspunkte so, dass sie immer irgendwie auf den gegensätzlichen Polen einer Ellipse liegen.
        (Ich nannte das ursprünglich „Ringprinzip“, aber es sind nun mal nie wirklich Kreise. Eher diese gestauchten Dinger.)
        Die Nebenhandlung verläuft dann entlang der krummen Linien.
        Mit Clustern/Mindmaps kann ich gar nicht arbeiten :O. Hat es bei dir wenigstens etwas geklappt?
        Die Planungsphase kommt bei mir immer erst, wenn ich schon Fragmente geschrieben und auf die Ellipsen verteilt habe 😀

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        • Jery Schober schreibt:

          Mindmaps helfen mir ab und zu beim Brainstorming, wenn ich in der Ideen-Sammel-Phase bin. Mach das aber mittlerweile am PC und nicht mehr per Hand, weil ich dann keine Zeit mehr mit dem Dechiffrieren meiner Kritzeleien vergeude.
          Was mir aber mehr hilft sind die sogenannten „Kochgespräche“, wo mein Mann und ich in der Küche stehen, Essen zubereiten und mit Plots jonglieren. Das letzte Mal, als ich Mindmaps benutzte, ist fast 2 Jahre her. So wirklich durchgesetzt hat sich die Idee vom Clustern in meinem Hirn noch nicht.

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          • Evanesca Feuerblut schreibt:

            Dechiffrieren der Kritzeleien kommt mir bekannt vor :D.
            Ja, mündliche Gespräche bei etwas anderem sind eh das Beste zum Plotten, oder? Nur muss man im Zweifelsfall dann ganz schnell notieren *linst zum neonpinken Zettel neben dem Laptop*

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          • Jery Schober schreibt:

            Hab ein gutes Gedächtnis und merke mir solche Gespräche recht problemlos. Aber frag mich nie nach einer Telefonnummer 😛

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  3. para68 schreibt:

    Mit den Beat Sheets hast Du offenbar einen guten Weg gefunden, das Manuskript effektiv zu kürzen. Über 60k weniger sind schon eine ganze Menge. Und wenn Du Dich an die „Points“ hältst, ist das Risiko gering, dass am Schluss etwas Wesentliches den Kürzungen zum Opfer fiel. Ich hoffe darauf, dass ich „Stein und Stahl“ bald zu lesen bekomme. 🙂

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  4. Carmilla DeWinter schreibt:

    Interessant – ich mache so was, bevor ich richtig anfange, aber nur mit den Plot Points. In der Regel weiß ich ja, worauf ich hinaus will, dann gibt’s einen Haufen Notizen, danach das grobe Gerüst, und dann geht’s los. Je nach Komplexität muss noch feinjustiert werden … Je mehr Fäden ich habe und je länger es wird, desto dringender brauche ich einen Szenenplan.

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    • Jery Schober schreibt:

      Stimmt, je komplexer die Story wird, desto mehr brauche ich auch eine schriftliche Stütze, wann was wie zu passieren hat. Für eine Kurzgeschichte reicht mir ein grober Plan, für einen Roman brauche ich Details, wie alles ineinander verzahnt ist.

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  5. mikakrueger schreibt:

    So ein durchdachtes System habe ich noch nie benutzt. Klingt sehr überzeugend. Ich bin zwar auch der Ansicht, dass man nicht zu viel kürzen darf (manchmal verliert die Geschichte dann an, wie nenne ich es am besten, Flüssigkeit), aber mit deinem Konzept sollte alles gut laufen. Drücke dir die Daumen, dass du den Weg bis zum fertigen Roman vollständig gehst. Aber da bin ich zuversichtlich. 🙂
    +Mika+

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    • Jery Schober schreibt:

      Ich hatte viel unnötiges Material in der Story, das getrost raus konnte, ohne auch nur das Geringste vom Plot wegzunehmen. Außerdem wollte ich das Manuskript von 200k auf eine etwas kommerziellere Länge bringen, bei der mir die Betaleser nicht gleich schreiend davonlaufen 😛

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  6. Katrin Ils schreibt:

    Solche Punkte zum „Festhalten“ sind super! Wenn irgendwas im Plot so gar nicht klappen will, komm ich meistens drauf, dass es an einem Strukturproblem hängt.
    Super Beitrag, hast mich daran erinnert, meine Liste wieder hervorzukramen 🙂

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    • Jery Schober schreibt:

      Ich hätte ohne einen Struktur zum Festhalten eine Reihe zusammenhangloser Ereignisse. Selbst mit Liste tummeln sich da noch genug Punkte, die eigentlich im Buch nichts zu suchen haben. Meine Muse und ich sind uns da noch nicht ganz einig, ob es besser ist, viel Material zu haben, um das Beste stehenzulassen, oder ob es nicht ökonomischer wäre, von Anfang an nur das Wesentliche zu schreiben.

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      • Katrin Ils schreibt:

        Ausprobieren. Wenn ich „nur das Wesentliche“ schreibe, verlier ich schnell das Interesse und mich bringen oft die „unnötigen“ Szenen auf die Ideen, die dann bleiben.
        Schau einfach mal, wie es dir damit geht 🙂

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        • Jery Schober schreibt:

          Das Problem bis jetzt war, dass ich mich immer bemühe, mich aufs Wesentliche zu beschränken, aber unweigerlich jedem Plot Bunny hinterherjage, dass über die Wiese meines Unterbewusstseins hoppelt. Einfach, weil’s Spass macht, die Sachen zu schreiben. Vielleicht sollte ich endlich akzeptieren, dass meine Arbeitsmethode nicht besonders effektiv ist 😛

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  7. wiesenirja schreibt:

    Hab‘ ich mir gleich mal herunter gespeichert – noch ’ne Anleitung … (die mich beim Plotten dann doch wieder zur Verzweiflung treibt).
    Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Komprimieren! 🙂
    Irja.

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    • Jery Schober schreibt:

      Danke, mal schauen, wie lange die Endfassung wird. Alles unter 150k ist ein Erfolg 😛

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      • wiesenirja schreibt:

        Ich hatte gerade endlich eine ewig lange liegen gebliebene Story beendet – nur um dann festzustellen, dass sie für die Wettbewerbe, zu denen ich sie einreichen wollte, viiiel zu lang ist. Und so nahm ich dann den virtuellen Tipp-Ex zur Hand … (Manches ist dadurch vielleicht besser geworden, manche Stellen haben aber auch verloren. Die Langversion bleibt im Fundus!)
        Good luck!

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  8. Stella Delaney schreibt:

    Das System kannte ich noch nicht… klingt aber echt interessant. Sollte ich bei Gelegenheit mal ausprobieren 🙂

    (Ich bin ja ein grosser Fan von Plotten mit Karteikarten – da stehen am Anfang ähnliche Begriffe drauf.)

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