Statusbericht März 2016

Sonne! Wärme!! Pollen!!! Muss Frühling sein. Der März ist so schnell vergangen, dass Ostern fast schon vorüber war, ehe mir einfiel, dass ich meine Oster-Deko rausholen sollte.

Gelesen habe ich deutsche Fantasy-Autoren und 2 Schreibratgeber.
• Horus W. Odenthal ist nicht mein Fall. Zu schwülstiger und redundanter Stil, flache Charaktere und die falsche Verwendung von Ausdrücken konnten das gute Worldbuilding, den erkennbaren Aufwand und die spannende Grundidee seines Weltenentwurfs für mich nicht retten.
• Thomas Lisowsky wollte ich wirklich mögen und war bereit, alle Teile seiner Novellenreihe um die Söldner „Die Schwerter“ zu lesen. Leider schaffte ich nur den 1. Teil Höllengold. Passive Charaktere, die gerettet werden müssen, ein rollenspielartiges Magiesystem, das sich auf Zufall gründet, und nicht erkennbarer Humor (der von Rezensenten gelobt wurde, nur mir erschloss er sich nicht) waren das Ende der Reihe für mich. Auch wieder einmal ein Prolog, der nichts mit der Story zu tun hat. UND sich als Traum herausstellt.
• Jörg Bennes Heldentaten schnitt am besten ab. Die beiden Stories glichen zwar  Rollenspiel-Episoden ohne Entwicklung und Einblick ins Gefühlsleben der Charaktere, aber zumindest nett geschrieben, mit einer charmanten Zwischenhandlung.
How to Outline Your Novel von K. M. Weiland stellt eine mögliche Methode zum Erstellen einer Outline vor. Für mich nur bedingt verwendbar, teilweise zu oberflächlich, teilweise zu umständlich, hatte das Buch wenig Nutzen für mich, aber für andere Autoren mag es gute Anregungen bieten.
Where Do You Get Your Ideas? von Fred White hat eine wunderschöne Aufmachung im Vintage-Stil und geht dem Ideenfindungsprozess auf den Grund und zeigt, wie man aus einer Idee eine Geschichte macht. Vieles davon war für mich überflüssig (ich weiß, wie ich Ideen bekomme, da brauche ich keine Anregungen), dafür war der Abschluss mit dem Praxisteil und den Vorschlägen für grundlegende Storyideen inspirierend.

SONY DSCGesehen habe ich
Hallo Mr. President – brillant geschriebene Liebeskomödie, die ich mindestens ein halbes Dutzend Mal gesehen habe. Fluffy Stuff mit Substanz.
Monuments Men – interessante Geschichtsstunde mit einer großartigen Besetzung, etwas zu episodenhaft.
Gravity – wunderschön gefilmter und tricktechnisch überragender Trip ins All, der sterbenslangweilig und von Anfang bis Ende vorhersehbar ist. Es half nicht, dass ich den HC für inkompetent und weinerlich hielt.

Gehört habe ich den Soundtrack zu Star Wars The Force Awakens und einen neu entdeckten Podcasts über Selfpublishing, The Rocking Selfpublishing Podcast. Simon Whistler hat eine so angenehme Stimme mit wunderbarem britischem Akzent, das ist wie Urlaub für die Ohren.

Geschrieben habe ich ein paar Sachen für Stein & Stahl. Was eben so während des Überarbeitens anfällt, wenn man Szenen streicht, neue Übergänge schreibt und ein paar Infos einfügt. Es läuft zwar nicht überragend mit der Revision, aber es läuft zumindest 😛 Der Alpha-Leser nimmt seine Aufgabe sehr ernst, liest jeden Abschnitt zwei Mal und malt mir Smileys zu den Stellen, die ihm gefallen. Bis jetzt gibt es zu wenig Smileys und zu viele Ks für „Kürzen“.

StormtroopersHighlights:

  • Konzert von Sunrise Avenue – dafür wurde der Begriff „Ohrgasmus“ erfunden. Ich bin der Meinung, dass jede Rockband einmal mit einem Orchester auftreten sollte. Grandioses Konzert.
  • Star Wars Identities Ausstellung. Interessant, informativ und viel zu wenig Exponate. Wenn’s nach mir ginge, hätten sie noch mal 200 Ausstellungsstücke zeigen und statt dessen auf das psychologische Zeug verzichten sollen. Wir machten auch ein „Familienfoto“ mit Darth Vader.
  • Das einzige Geschäft gefunden, das schlimmer als der Bösner in Graz ist: Der Bösner in Wien. Noch größer. Noch mehr Künstlerbedarf. Noch mehr will-haben-Impulse.
  • Beim Wien-Besuch gleich 2 neue Yankee Candles gekauft. Die sollten bis zum Herbst reichen.
  • Überrascht festgestellt, dass mir Twitter irrsinnigen Spaß macht. Ist mir wesentlich sympathischer als Facebook. Und ich bin gezwungen, mich kurz zu fassen. Schadet nicht, das zu lernen.

Ostern 2016Lowlights:

  • Der Shop am Ende der Star Wars Ausstellung. Nichts Interessantes dabei, und sogar die Postkarten waren ausgegangen.
  • Die Pollensaison hat wieder angefangen.
  • Wie bereits auf diesem Blog verkündet, ist mein Schreibexperiment von „schnell einen frisch geplotteten Fantasy-Liebesroman schreiben“ gescheitert.

Im April gibt es das Camp NaNo, an dem ich teilnehmen werden. Mal sehen, ob ich mit dem öffentlichen Druck im Nacken ein Manuskript voranbringe. Falls noch jemand von euch mitmacht, ihr findet mich hier.

Jery

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Über Jery Schober

author translator daydreamer dogperson bookcollector candlejunkie Übersetzt Romane, schreibt Fantasy, liest querbeet und malt unerfolgreich.
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7 Antworten zu Statusbericht März 2016

  1. Evanesca Feuerblut schreibt:

    Yay, ich war nicht die Einzige, die „Gravity“ langweilig fand :D. DIe, die mit mir geschaut haben, fanden ihn toll und ich denke mir „Da waren Logiklöcher. Und es war vorhersehbar. Man konnte die Uhr danach stellen, wann das nächste Drama kommen muss. Hallo?“ *seufz*
    Danach lief „Walther Mitty“, der hätte dir vielleicht besser gefallen.

    Star Wars Ausstellung? Neid. Auch will :O.

    Ich campiere ebenfalls, überarbeite da allerdings meine Vampire.

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    • Jery Schober schreibt:

      Walter Mitty hab ich mir geschenkt, ich verkrafte nur mehr einen Film pro Tag 😉 Gravity war wirklich eine Plotabfolge wie tausendmal gesehen: Aufopferung! Traumsequenz! Komplikation! Trauma überwinden! Neugeboren aus den Fluten steigen!!! Was mich vielleicht angesprochen hätte, wenn es denn interessante Charaktere gegeben hätte.

      Viel Erfolg im Camp! Das Schöne ist ja, dass jeder machen kann, was er will – plotten, schreiben, überarbeiten. Hm, vielleicht sollte ich auch auf Revision umsatteln, da rechne ich mir höhrere Erfolgschancen aus *grübel*

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      • Evanesca Feuerblut schreibt:

        Ich gebe mir normalerweise auch keine zwei Filme und wollte eigentlich weiterschreiben gehen, aber mein Freund wollte, dass ich den sehe, er fand ihn so toll :D.
        Ja eben… Ich finde ja, jeder Charakter kann interessant sein. Uninteressante Menschen gibts nur in (meist schlechten) fiktiven Medien (Bücher, Filme, Videospiele… whatever). Die Frau hätte interessant sein KÖNNEN. Eine Frau, die ihre Tochter verliert, seither auf der Flucht vor sich selbst ist, mit Schuldgefühlen kämpft und dann als ultimative Flucht vor sich selbst ins All flüchtet, nur um dort schnell auf sich allein gestellt zu werden. Das hätte echt genial werden können. Wurde es halt nicht.
        Ich mochte den armen Kowalski viel mehr :D.

        Danke!
        Kannst du ja noch machen, wenn du spürst, dass es in die Richtung besser geht 🙂

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  2. udo75 schreibt:

    Was wäre er für ein Alpha-Leser wenn er seinen Job nicht erst nehmen würde. Und es sind schon einige Smileys *g*

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  3. chickinwhite schreibt:

    Nana, nu schimpf nicht so auf Gravity! – Schöne Bilder hat´s allemal 😀
    Ich find das wirklich klasse, dass ich dich von Twitter überzeugen konnte!! Immer mal ein paar kurze Worte wechseln ist soo easy, und funktioniert sogar im Job. Meistens.
    Leider ist das aber derzeit auch schon alles, was ich geschrieben bekommen. Selbst den Reader auf WordPress zu öffnen und zu schauen was es Neues gibt, kostet mich derzeit zu viel Energie. Und zu Hause stapeln sich die Projekte… Ich frag mich, wann ich das alles fertig kriegen will ❓

    Dieses Wochenende wird aber nur getrommelt und sonst nix. Vielleicht kann ich ja dann endlich ein bisschen was aufarbeiten…
    Dein Alpha-Leser hat´s gut! Mich frsst die Neugier schier auf…
    Hab ein schönes Weekend!
    😛

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    • chickinwhite schreibt:

      Da schau, schon hat die Neugier ein i gefressen…

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    • Jery Schober schreibt:

      Tu dich mal schön frei trommeln, die Projekte laufen nicht weg. Die Inspiration wird schon noch zuschlagen, wenn die Reste der Frühjahrsmüdigkeit verschwunden sind.
      Und lass dich nicht von der Neugier fressen, du kriegst schon bald das kleine Monster zu lesen. Wobei „bald“ relativ ist … Aber ganz sicher noch dieses Jahr!

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