Statusbericht Februar 2016

Die ersten Krokusse und Frühlingsknotenblumen (extra für den BEVA, damit er sich nicht aufregt, wenn ich Schneeglöckchen dazu sage :-D) trotzten bereits den tiefen Temperaturen, und bis jetzt leben sogar noch alle Pflanzen im Winterquartier.

Gelesen habe ich total querbeet und gehe gerade ein paar uralte SuB-Leichen an, die ich seit 20 Jahren mit mir herumschleppe.
• Der Star Trek TNG Roman Gespensterschiff von Diane Carey war ein furchtbar schlechtes Buch, aber eine großartige Einschlaflektüre.
• Ich grub einen Young Indiana Jones Roman über Verdun 1916 aus, der nicht so übel war, auch wenn ich es nicht mehr gewöhnt bin, einen auktorialen Erzähler zu haben.
Jumpstart Your Novel von Mark Teppo bot einen interessanten Ansatz mit einer Basis-Outline bestehend aus 9 Bausteinen, aber Plotten mit Hilfe von Tarotkarten ist nichts für mich.
Star Wars Visions ist ein Art Book mit einem interessanten Konzept, aber mir war es teilweise zu wenig Star Wars bezogen. Bei vielen Bildern brauchte ich den Titel oder gar die Erklärung dazu, um zu wissen, welchen Bezug das Gemälde zu Star Wars hat.
• Absolut anbetungswürdig ist hingegen Assassin’s Creed – The Complete Visual History. Nachdem ich beim Moser fast darauf sabberte, erbarmte sich der BEVA meiner und stellte es als Goodie für Einhaltung der beiden Übersetzungsdeadlines ins Regal. Was folgte war eine Muse im Overdrive. Man gebe ihr NIEMALS visuelle Anregungen. Das endet immer in neuen Romanideen.

Gesehen habe ich
R.E.D. 1 und 2 – Helen Mirren mit einer MP ist ein Erlebnis, und ich liebe ihre Lovestory in den beiden Filmen. Selbst beim Killen kann man Klasse beweisen und schicke Stiefeletten und Schmuck tragen 🙂
Gefährten – Spielberg hat mal wieder bewiesen, dass er emotionales Kino schafft wie kaum ein anderer und nebenbei furchtbar eindringliche Schlachten inszenieren kann. Tolle Schauspieler, mir etwas zu episodenhaft, was aber nichts dran änderte, dass ich die letzte halbe Stunde ständig überlaufendes Wasser in den Augen hatte. Pferd in Not = instant crying
Jack Ryan: Shadow Recruit – der Reboot mit Pine und Costner. Kann man anschauen, muss man aber nicht. Erstaunlich humorlos. An Jagd auf Roter Oktober kommt sowieso nichts ran.
Olympus Has Fallen – Gerard Butler rettet den US Präsidenten. Positiv: gut inszenierte, weil realistisch aussehende Zweikämpfe und ein Held mit einer funktionierenden (!) Ehe, bei der die Frau nicht gerettet werden muss. Ansonsten: alles schon mal viel besser gesehen. Und es war mir zu gewalttätig. Ich habe normalerweise kein Problem mit Gewalt in Büchern und Filmen, aber bei dem Film kam ich nicht damit zurecht. Sie schien Selbstzweck zu sein, und weniger wäre noch immer ausreichend gewesen, um die Bösen als brutal zu kategorisieren.

Gehört habe ich Podcasts über Fantasy-Bücher und den Soundtrack zu Assassin’s Creed Syndicate.

Geschrieben habe ich nichts. Nur geplottet.

Highlights:

  • Bei einem Gewinnspiel der Autorin Tanja Rast ein Goodie-Paket gewonnen.
  • Meinen Twitter-Account wiederbelebt und es sogar geschafft, ihn mit dem Blog und Goodreads zu verbinden. Ohne fremde Hilfe! Als DAU war ich sehr stolz auf mich.
  • Habe mir den Schreibkurs von James Patterson bei Masterclass gegönnt. Allerdings erst 2 Lektionen gemacht.
  • Bewiesen, dass ich mit allen Deadlines zurechtkomme (alle Aufträge eine Woche vor Abgabetermin fertig gehabt), solange es nicht welche sind, die ich mir beim Schreiben setze. Bin mir nicht sicher, ob das nicht zu den Lowlights sollte.
  • 3 Romane und 2 Novellen geplottet. Wer wie ich nicht plotten kann, muss üben, also habe ich geübt.

Lowlights:

  • Dinge, die ich nicht von meinem Zahnsrzt hören will, sind „uh oh“. Die Füllung hat gehalten, der Zahn drumherum ist weggebrochen. Also fließt mein Urlaubsbudget in eine Krone. Daher offiziell zum Cyborg mutiert, weil ich jetzt Edelmetall im Kiefer habe. Der BEVA nennt mich liebevoll seinen kleinen Terminator. Ich verzichtete auf den Hinweis, dass ich mittelgroß bin.
  • Mir war nicht klar, dass Übersetzer dermaßen viel lesen müssen. 4 Mal pro Buch war bis jetzt das Minimum, manchmal sogar 5 Mal. Spätestens beim 3. Mal Lesen in 4 Wochen langweilt auch das beste Buch. Beim 5. Mal wünscht man sich dringend Abwechslung.
  • Mich wahnsinnig über die Dummheit der Menschen im Internet geärgert, die die Vorbereitungen für einen Almauftrieb für Noriker für Tierquälerei halten. Anscheinend ist es zuviel verlangt, dass sich die Leute informieren sollten, ehe sie eine Tradition verteufeln, bei der Pferde noch Pferde sein dürfen und Hengste nicht zu Einzelhaft verdonnert werden. Die hunderten Kommentatoren auf Youtube dürfen nie zu einer Herbstparade nach Piber kommen, weil auch dort Hengste freilaufend in der Gruppe gezeigt werden und sich über die Rangordnung nicht immer ganz einig sind.

Im März werde ich ein Schreib-Experiment starten, mal sehen, ob das so hinhaut, wie ich mir das vorstelle.
Außerdem bemühe ich mich, diesen Blog wieder mit mehr Content zu füllen, nachdem ich das letztes Jahr sehr habe schleifen lassen.
Ende des Monats fahren wir nach Wien zu einem Konzert und zur Star Wars Identities Austellung *freu*

Jery

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Über Jery Schober

author translator daydreamer dogperson bookcollector candlejunkie Übersetzt Romane, schreibt Fantasy, liest querbeet und malt unerfolgreich.
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6 Antworten zu Statusbericht Februar 2016

  1. para68 schreibt:

    Hut ab dafür, dass Du Dich an so alte „Schätzchen“ von Deinem SUB gewagt hast! Ich habe – leider – auch einige Bücher, die seit vielen, vielen Jahren ungelesen im Regal stehen. Trennen kann ich mich trotzdem nicht von ihnen, obwohl ich den Verdacht habe, dass sie mir aufgrund meines sich doch etwas veränderten Lesegeschmacks nicht mehr gefallen werden.
    Glückwunsch auch, dass Du das Plotten im Februar so durchgezogen hast. Ich finde es für den logischen Aufbau eines Romans und zur Vermeidung von Schreibblockaden sehr wichtig, mache es aber auch nicht besonders gern.
    Jetzt bin ich schon gespannt, was für ein Schreibexperiment Du diesen Monat in Angriff nimmst. Ich hoffe, dass Du uns an dieser Stelle auf dem Laufenden hältst. 🙂

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    • Jery Schober schreibt:

      Mir gefallen die uralten SuB-Leichen auch nicht, weil sie sterbenslangweilig sind, aber ich kam drauf, dass sie eine tolle Einschlafhilfe sind 😛 Außerdem gibt es bis jetzt überall einen auktorialen Erzähler, das bin ich nicht mehr gewöhnt und mittlerweile stört es mich sogar, je nach Buch mal mehr, mal weniger.
      Das Plotten war sogar ganz lustig, weil es nur zu Übungszwecken war, also ohne Druck „das muss gut werden, weil du das schreiben wirst“. Bin ganz stolz, dass ich sogar einen Krimi geschafft habe. Der sicher keine überraschende Auflösung bietet, aber hey, es war meiner erster Versuch in Richtung Mörderjagd und Polizeiarbeit. In einem Fantasy-Setting. Mit einer Lovestory *augenroll* Weil die Muse sich ja nicht auf eine Sache konzentrieren kann.
      Beim Schreibexperiment hatte ich heute beim Zahnarzt (!) eine schöne Idee, die mir das Setting erleichtert. Mal gucken, wie es so wird, und natürlich verschone ich euch nicht mit einem Bericht dazu 😛

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      • para68 schreibt:

        Krimis zu plotten finde ich auch unheimlich schwierig. Ich habe eine Grundidee zu einem Krimi, die mir gut gefällt. Aber ich traue mich nicht mal an den ausführlichen Plot heran, weil ich fürchte, dass ich glorios scheitern werde. Wahrscheinlich wüssten erfahrene Krimi-Leser bei meinem Manuskript spätestens ab Seite 3 wer der Mörder ist. 🙂
        Es mag ja sein, dass SUB-Leichen gute Einschlafhilfen sind. Da ich aber normalerweise keine Einschlafhilfe brauche, ist das eher kontraproduktiv. Ich lese fünf Sätze und bin im Land der Träume. So beende ich das entsprechende Buch nie. 🙂

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        • Jery Schober schreibt:

          Ich bin mir sicher, dass bei meinem Krimi sogar nicht-Krimi-Leser sofort beim Auftauchen des Mörders wissen, dass er es war, aber das hat mich nicht vom Plotten abgehalten 😛
          Beim momentanen Uralt-SuB-Buch schaffe ich ein Kapitel, ehe ich eine angenehme Müdigkeit spüre, die bei mir absolut gewollt ist. Mein Baldrianersatz: ein Roman zu einem Computerspiel aus den 90ern. Hoffnungslos veraltet, zäh geschrieben und mit einem intelligenzarmen HC. Besser als jede Schlaftablette 😉

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  2. Carmilla DeWinter schreibt:

    Eh, ich hab auch schon einen Metallzahn.
    Ansonsten: Viel Erfolg beim Content-Erstellen.

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    • Jery Schober schreibt:

      Schauen wir mal, wie sich meine Blogartikel-Pläne mit der Wirklichkeit vereinbaren lassen 😛
      Seit heute nicht nur Metall, sondern auch Gold, Keramik und Zement im Körper. Brauche aber weiterhin Kontaktlinsen. Irgendwas läuft mit der Cyborg-Verwandlung noch falsch.

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