Statusbericht Dezember 2015

Weihnachten ist vorbei, der Urlaub auch, und somit wurde es Anfang Jänner Zeit für den ersten Schneefall. Grau-braun sind die neuen weißen Weihnachten.
Wieder ein Jahr vorbei, wieder älter und noch immer nicht weiser (und dank moderner Chemie auch nicht weißer 😉 ). Bevor ich jetzt einen sentimentalen Anfall habe, ein Rückblick auf den Dezember:

Gelesen habe ich wieder mehr, im verzweifelten Versuch, meine Goodsreads-Challenge zu schaffen. Es wurden Comics, weil ich damit schneller bin als mit einem Roman 😉
• Ich machte einen Re-Read meiner Firefly-Comics inkl. des neuesten Bandes Leaves on the Wind (ein Geburtstagsgeschenk :-)), der mir super gefallen hat.
• Ich las User, ein 3-teilige Comic-Reihe über ein Online-Fantasy-Rollenspiel, die seit 15 Jahren ungelesen bei mir herumliegt und jetzt charmant altmodisch ist, und
• den ersten Sammelband von Artesia – Artwork überragend, Story na ja. Wenn man als Leser gerne von unbekannten Namen und Begriffen für Orte, Personen, Gottheiten und Ereignisse erschlagen werden möchte, ist Artesia ideal. Wenn man eine Story sucht … die ist in dem Satz „Heerführerin wird von König betrogen und sucht Verbündete“ zusammengefasst. Ich hoffe, dass im 2. Band Menschen handeln und nicht nur Figuren mit Funktionen. Allein wegen der Optik ist der Comic genial, jetzt muss die Handlung nur noch mithalten …

Gesehen habe ich
• Oblivion – 2 1/2 Stunden meines Lebens, die ich nicht wiederbekomme
• Pacific Rim – sie haben sich Mühe gegeben, plastische Charaktere zu erschaffen, aber es hat nichts genützt
• Vier schräge Vögel – Heist-Movie aus den 70ern, Robert Redford in der Hauptrolle in einem Skript von Billy Goldman nach einem Roman von Donald Westlake – was sollte da noch schiefgehen? Wie sich herausstellte, einiges. Gehört eher in die Rubrik „skurril“.
• Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere: Bombastisch, visuell beeindruckend und emotionsarm. Wie auch schon die letzten beiden Jahre zu Weihnachten ein Hobbit-Film. Ich frage mich, was ich 2016 zu Weihnachten anschauen soll?
• Pride & Prejudice: Die Langfassung von der BBC. Brilliante Roman-Verfilmung. Ich kann mich der allgemeinen Meinung nur anschließen: Colin Firth IST Mr. Darcy. Es dauerte keine 30 Sekunden, und ich war ihm verfallen. Es half, dass er in der ersten Szene auf einem Pferd ins Bild galoppiert.

Gehört habe ich Podcasts und Weihnachtslieder. Wenn schon Weihnachtsstimmung, dann aber richtig – Elvis haucht „Silent Night“, The BossHoss geben die ultimative „Last Christmas“-Version, und ohne Boney M.s „Mary’s Boy Child“ ist es kein Weihnachten. Ja, ich bin ein Kind der 80er 😀

Geschrieben hab nur 2 Szenen, wie immer ist nach dem NaNo erst mal die Luft raus. Hab dafür einiges geplottet. Wenn man unter chronischer Schlaflosigkeit leidet, kann man sich in aller Ruhe Plots ausdenken.
Hab mir den Ausdruck der ersten Hälfte von Stein & Stahl durchgelesen, Anmerkungen gemacht und die neuen Szenen an den richtigen Stellen eingefügt, zur Vorbereitung auf die zweite Runde der Überarbeitung.

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAHighlights:

  • Einen wunderschönen, entspannten und „oh mein Gott so viele tolle Bücher“ Geburtstag gehabt.
  • Ruhige und komplett stressfreie Weihnachten – kein Zwangsbesuche, kein last-minute-Shopping, keine Krankenhausaufenthalte. Ohne frische OP-Narben schmückt sich der Baum gleich viel leichter 😛
  • So viele tolle neue Bücher *freu* (Ja, die waren so wunderbar, das muss wiederholt werden.) Wobei der BEVA und ich es schafften, uns gegenseitig das gleiche Buch zu schenken – er mir das englische Hardcover von The Martian, ich ihm das deutsche Taschenbuch 😛
  • Wieder einen hübschen Kalender drucken lassen und verschenkt.
  • Die Goodreads-Lesechallenge geschafft. Da ich unterm Jahr von 50 auf 75 Bücher erhöhte, wurde es doch ein wenig knapp, ging sich aber dank der Comics aus. Natürlich waren das nicht 75 Romane, sondern auch Kurzgeschichten, Novellen und Comcis. Die Zeiten, wo ich 3 Romane in der Woche geschafft habe, sind vorbei. Trotzdem bin ich zufrieden, weil ich es mit dieser Challenge schaffte, wieder mehr zu lesen.

Lowlights:

  • Großes Motivationstief gehabt, was das Schreiben anging. Und alles andere.
  • Meine Verwandlung zur Drama-Queen beim Zahnarzt-Notfallbesuch vor Silvester: Was ich für „mindestens“ eine Wurzelspitzenentzündung hielt, stellte sich als Entzündung der Zahntasche heraus. Weshalb mir mein halber Nervenzusammenbruch vorher noch peinlicher war. Zum Glück sitzt der BEVA so was mittlerweile stoisch aus und erklärt mir hundertmal, dass es auch andere kompetente Zahnärzte gibt (meiner hatte natürlich Urlaub).
  • Schlaflosgikeit. Was mit der Zeit wirklich langweilig wird. Und nervend.

Im Jänner bin ich arbeitsmäßig eingedeckt und werde zu nicht viel mehr als hackeln kommen, was erst mit Mitte Februar besser werden wird. Danach wird es mit Schreiben und Überarbeiten weitergehen. An Ideen mangelt es nicht, aber an Zeit 😦 Besser gesagt, an einem guten Zeitmanagement *seufz*

Jery
KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

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Über Jery Schober

author translator daydreamer dogperson bookcollector candlejunkie Übersetzt Romane, schreibt Fantasy, liest querbeet und malt unerfolgreich.
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21 Antworten zu Statusbericht Dezember 2015

  1. Evanesca Feuerblut schreibt:

    Die Goodreads-Challenge ist wirklich gut, um zum Lesen zu animieren. Keine Leseflaute! Die Statistik wartet schließlich nicht… Finde ich auch toll 😀

    Und das mit dem gegenseitig das gleiche Buch schenken ist lustig! 😀

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  2. chickinwhite schreibt:

    Ich weiß, was du meinst mit der Langeweile bei Schlaflosigkeit! Es gibt nix öderes als müde wie Hund im Bett zu liegen und ins Dunkle zu starren… BÄH!!
    Aber ansonsten war der Dezember doch wenigstens kein kompletter Reinfall… (Obwohl ich persönlich ja Comics nicht als Buch durchgehen lassen würde… Aber ich kenne auch nicht all die die du da liest 🙂 )
    Und ja, das mit dem Älter werden ist auch so ein Thema. Und da hab ich dir ja noch einiges an Erfahrung voraus 😛 Mein Trick dieses Mal: statt feiern einfach eine lange Disney Nacht veranstalten. Da kommst du dir wieder vor wie 8… LOL! 😀

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  3. para68 schreibt:

    Colin Firth ist eindeutig der beste Mr. Darcy, einfach perfekt für die Rolle! Die BBC-Verfilmung habe ich schon mindestens fünf Mal gesehen und seit dem ersten Sehen habe ich beim Lesen des Romans immer Colin Firth vor Augen.
    Ich habe 2015 immerhin 44 Bücher gelesen, davon allerdings auch einige kurze Schreibratgeber und zwei Theaterstücke. Mal sehen, wie es dieses Jahr wird. Wahrscheninlich eher weniger, da mir ein weiterer Nebenjob angeboten wurde, den ich wohl annehmen werde.

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    • Jery Schober schreibt:

      Ich wollte es ja nicht glauben, dass Colin Firth in der Rolle so gut, aber ich wurde bekehrt. Spät, aber doch 🙂
      Ich denke, für meine persönliche „1 Klassiker pro Jahr“ Challenge werde ich heuer Sense & Sensibility nehmen. Das Buch steht schon im Leseregal, und die Verfilmung mit Emma Thompson habe ich noch nicht auf Englisch gesehen.

      44 Bücher sind eine super Leistung! Mir ist egal, ob da kürzere Werke dabei sind, alles zählt.
      Ach, was war das während des Studiums schön, als man noch 3 Romane die Woche schaffte UND Zeug für die Uni las *nostalgisch seufz*

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      • para68 schreibt:

        „Sense and Sensibility“ ist in meinen Augen nicht so herausragend wie „Pride and Prejudice“ und „Emma“. Nach Mr. Darcy ist eindeutig Mr. Knightly mein Lieblings-Protagonist von Austen.
        Ich habe mir für dieses Jahr mindestens 3 Klassiker vorgenommen. Einer wird „Lord of the Flies“, weil ich den schon angefangen habe. Bei den anderen beiden bin ich mir noch unschlüssig. In Frage kommen „The Maltese Falcon“ und „A Room with a View“.

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        • Jery Schober schreibt:

          Meine Wahl fiel auf S&S, weil ich das schon hier habe, die anderen muss ich erst kaufen. Ich glaub, ich hätt gern einen schicken Schuber oder zumindest eine Reihe, wo alle Austen-Bücher das gleiche Design haben.
          Von Forster hab ich nur „Passage to India“ im Schnellverfahren gelesen und kann mich kaum mehr daran erinnern. Auch nicht an die Verfilmung von „A Room With a View“, weiß nur mehr, dass sie mir gefallen hat. Gedächntis, wo bist du hin?
          „Lord of the Flies“ hab ich in meinem ersten Semester an der Uni gelesen, also ist die Erinnerung sehr verschüttet. An den Malteser Falken erinnere ich mich besser, den fand ich klasse – ein kurzer, knackiger Krimi, bei dem ich mir automatisch alles in Schwarz/Weiß vorstellte 🙂 Da waren tolle Beschreibungen drin, aufgrund deren man viel über das Innenleben der Charaktere erfuhr. Und alles so prägnant – also das Gegenteil von dem, wie ich schreibe 😉

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          • para68 schreibt:

            Es gibt wunderbare Hardcover-Schmuckausgaben von allen sechs Austen-Romanen. Die von Emma und Pride and Prejudice habe ich schon. Machen sich wirklich gut im Regal. Es lohnt sich auf alle Fälle auch, Sense and Sensibility zu lesen. Für meinen Geschmack ist Marianne einfach zu emotional und weinerlich, aber das haben die Leser damals vermutlich anders empfunden. Für die war sie die typische empfindsame junge Dame, während Eleanor ihnen bestimmt zu „vernünftig“ war. 🙂
            Den Film A Room with a View habe ich auch gesehen, aber mein Gedächtnis ist genauso löchrig wie Deins. Ich kann mich kaum mehr an den Inhalt erinnern. Nach Lord of the Flies wird der zweite Klassiker dieses Jahr also wohl eher The Maltese Falcon werden.

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  4. Stella Delaney schreibt:

    Ich war im Studium ABSOLUT kein Jane Austen Fan, aber dieser Film… eine BBC Meisterleitung 🙂 Und Colin Firth. Oh my gosh…

    Das mit dem Motivationstief teile ich. Der NaNo ist so gut gelaufen, aber jetzt weiss ich grade nicht so recht, wo ansetzen. Da ich nebenbei arbeitsmässig ziemlich belastet bin (gibt bald Zeugnisse), hatte ich mir ja vorgenommen, mich im Januar nur auf meine Krimikurzgeschichte zu konzentrieren, die es (unerwarteterweise – obwohl, eigentlich ist es bei mir ja immer so) ziemlich in sich hat.

    Und Schlaflosigkeit kenne ich ebenfalls. Mein Gehirn arbeitet im dann auf Hochtouren, wenn ich eigentlich schlafen müsste (z.B. Sonntag auf Montag – Montags muss ich um 5.30 aufstehen). Dieses Gefühl, dass man gerne einen Schalter umlegen würde, den es leider nicht gibt… ><

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    • Jery Schober schreibt:

      Auch in kleinen Schritten geht’s zur fertigen KG. Dranbleiben!

      Oh ja, das mit dem Schalter trifft’s – als ob er beinahe in Reichweite wäre, aber man erwischt ihn doch nicht, und solange man ihn nicht erwischt, kann man nicht einschlafen 😦

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  5. dreamertalks schreibt:

    Ich musste gerade herzhaft über Deinen Oblivion Kommentar lachen!
    Göttergatte und ich waren zu dem Film sogar im Kino und wir haben genau dasselbe gesagt!
    Das war der mit weitem Abstand schlimmste Film aller Zeiten!!!

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  6. wiesenirja schreibt:

    Artesia hört sich ja trotz mangelhafter Handlung hineinschauenswert an. Wenn Comics nur nicht immer so teuer wären!
    Einander das gleiche Buch zu schenken, ist ja eine schnuckelige Art, „wir passen zueinander“ zu sagen!
    Und was das Zeitmanagement angeht … Das kenn‘ ich. Das kenn‘ ich gut. Oje, oje, oje.

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    • Jery Schober schreibt:

      Artesia bekommt Sonderpunkte, weil der weibliche HC in einer Männerdomäne reüssiert, ohne dabei die Weiblichkeit zu verlieren, und Rüstung trägt. Es wimmelt im Comic von nackten Menschen (die auch Sex haben, deshalb ist der Comic erst ab 18), aber wenn’s ums Kämpfen geht, dann tragen die volle Rüstung und nicht nur einen Chainmail-Bikini. Mir hat v.a. gefallen, dass die Bilder gemalt sind (nicht das übliche Pencil/Ink/Computercoloring) und dass die Leute „normal“ aussehen, nicht diese übertriebenen Comic-Muskelberge und Silikongipfel.
      Leider fand ich erst nachher raus, dass der Comic mittendrin aufhört und nicht mal die Storyline des 4. Kapitels (von geplanten 12) abgeschlossen wurde 😦

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