NaNo 2015: Jery vs. The Muse – 2:2 – Revenge of the Author

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Gestern ging der NaNo zu Ende, und ich kroch mit Müh und Not über die Ziellinie. Immerhin ganze 90 Minuten vor Mitternacht, das war schon mal knapper 😀

Es war das erste Jahr, wo der NaNo für mich eine Pflichtübung war und sich nicht wie etwas Besonderes anfühlte. Was schade ist, weil ich mich das ganze Jahr darauf freue, aber es wollte der Funke heuer nicht überspringen. Kein Rausch der Kreativität, keine Begeisterungsstürme. Liegt weniger am NaNo und mehr an mir. Da waren zu viele andere Dinge um mich herum, die meine Aufmerksamkeit und Nerven beanspruchten, um mich richtig auf den NaNo konzentrieren zu können.

Aufgrund meines späten Starts am 9.11. war das Ganze eine einzige Aufholjagd, bei der ich nicht jeden Tag geschrieben, sondern alle paar Tage ein paar Tausend Wörter hingelegt habe. Eine Art binge-writing. Wenn es lief, dann lief es wenigstens ausgesprochen gut 🙂 Ich kam sogar einmal auf über 7k an einem Tag, was an meinem persönlichen Rekord von 8k kratzte. An dieser Stelle vielen Dank für die Motivationsmails meiner Mitstreiter, ihr wart eine große Hilfe *hugs*

Die Muse musste sich meinem Willen beugen, weil ich in den letzten paar Tagen keine Experimente eingehen konnte und wollte und wir bei dem weiterschrieben, was wir angefangen hatten. Also die bekannten 3 Projekte. Und einmal was viertes, aber gut, das war am letzten Tag, ich hatte nur mehr 4 Stunden Zeit für 5k und war bereit, alles zu schreiben, was die Muse anbietet, solange es nur im erforderlichen Wordcount endet. Daher behaupte ich einfach mal, dass ich den Ausgleich geschafft habe und zum Schluss Muse und ich an einem Strang zogen und sie wenigstens nicht mit etwas ganz Neuem um die Ecke kam.

Natürlich ist kein einziges Projekt auch nur ansatzweise fertig *augenroll* Mal sehen, wie es mir im Dezember mit Schreiben und Überarbeiten geht. Ich habe viel vor, aber ob sich das auch alles umsetzen lassen wird, ist eine andere Frage. Ich wollte bereits im November mehr machen, nachdem ich mir diesen Monat arbeitstechnisch ziemlich frei gehalten habe. Hab ich auch nicht geschafft. Na ja, man muss als Autor manchmal leider Zugeständnisse ans Real Life machen, das einem doch gern mit Unerwartetem reinpfuscht.

Ich hoffe, ihr hattet im November eine gute Zeit, egal ob mit NaNo oder ohne, und seid mit euren Projekten vorangekommen. Und falls nicht – zu Weihnachten gibt’s ein paar freie Tage, und wer will schon dauernd Verwandte besuchen? 😉

Zum Schluss noch ein Bild auf meine NaNo-Motivation: Süßkram, um den Blutzuckerspiegel oben zu halten (Jelly Beans sind allerdings ab sofort gestrichen, weil sie mich eine Zahnfüllung kosteten); Duftkerzen, um mich in Stimmung zu bringen (ich schreibe immer mit einer Dufzkerze neben mir); Wasserspritze, falls ich nicht brav am Laptop sitze (heuer verschärft: drin ist kein Wasser, sondern der Rest der sommerlichen Schmierseifen-Spiritus-Mischung, mit der ich gegen Blattläuse ankämpfe); und die Nerf-Gun, falls die Tippgeräusche aufhören.

So sieht Motivation im Hause Schober aus

So sieht Motivation im Hause Schober aus

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Über Jery Schober

author translator daydreamer dogperson bookcollector candlejunkie Übersetzt Romane, schreibt Fantasy, liest querbeet und malt unerfolgreich.
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13 Antworten zu NaNo 2015: Jery vs. The Muse – 2:2 – Revenge of the Author

  1. Evanesca Feuerblut schreibt:

    Das klingt nach einem unfassbar chaotischen, bunten und abenteuerlichen NaNoWriMo!
    Ich drücke dir die Daumen, dass im Dezember du ein Projekt nach dem anderen hübsch forcieren kannst :).
    Und bei den Motivationsmitteln… Wow, mich hätte das Zeug aus dem Sprühdienst sowas von angespornt :O

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    • Jery Schober schreibt:

      Das Insektenvertilungsmittel ist voll Bio! Total ungefährlich! Nur darf man nicht zuviel Spiritus nehmen, dann geht die Pflanze ein. Und ja, ich habe das in langen Versuchsreihen herausgefunden. Blattläuse weg weil Pflanze braun verwelkt.
      Der einzige Nachteil an selbstgebrautem Sprühzeug: Die Blattläuse zeigen sich davon nur bedingt beeindruckt. Ich dafür umso mehr. Riecht zwar nach Zitrone, aber trotzdem wollte ich damit nicht eingenebelt werden.

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  2. Stella Delaney schreibt:

    Na, das nenn ich mal Motivation… 😉

    Wir können uns übrigens zusammentun, ich schreibe auch immer mit Kerze.

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  3. para68 schreibt:

    Das klingt nach einem chaotischen, hektischen, aber letztlich auch produktivem November. Es wäre doch langweilige, wenn jeder NaNo gleich wäre. Und wer weiß, wozu es gut ist? Vielleicht ist die überbordende Experimentierwütigkeit der Muse erste einmal befriedigt und sie bleibt ab jetzt bei einem Projekt – ich favorisiere Leo. 🙂

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