Statusbericht Oktober 2015

Ich würde gerne sagen, dass ich in einem Anfall von NaNo-Prokrastination den Statusbericht für meine Verhältnisse richtig früh fertig habe, aber eigentlich sollte er tatsächlich am 1.11. online gehen, nur kam ich nicht früher dazu, da ich mit Arbeit eingedeckt war.

Gelesen habe ich einen einzigen Comic, ein Green Arrow/Green Lantern Crossover, was mich nicht umgehauen hat. Ich hab’s nicht so mit Superhelden.
Ansonsten hab ich nichts fertig bekommen, dafür habe ich das Buch, das ich übersetze, mittlerweile in 6 Wochen 3 Mal gelesen (2x englisch, 1x deutsch). Und es ist ein langes Buch. Da blieb keine Zeit für entspannendere Lektüre.

Gesehen habe ich die erste Staffel von Castle auf DVD, was mich daran erinnerte, wie sehr ich die frühen Folgen mag, wo Castle noch mehr Badboy ist und Beckett kürzere rote Haare hat. Redheads rule! 😀

Gehört habe ich die beiden James’s, Blunt und Morrison, ruhige Hintergrundmusik für kreative Hirnarbeit, und ein paar Podcasts von Joanna Penn, Indie-Autorin und Marketing Guru.

Geschrieben hab ich viel, aber nichts, was für eigene Geschichten war 😦

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Highlights:

  • Wir haben es tatsächlich ins Kino geschafft und uns Der Marsianer angeschaut. Das Buch The Martian war letztes Jahr mein absolutes Lesehighlight. Der Film hat mir sehr gut gefallen, auch die Änderungen zur Buchfassung gingen in Ordnung, als Schluss hätte ich allerdings lieber den originalen gehabt. Und der Techniker-BEVA neben mir hat nur ein einziges Mal gemeckert. Ein großes Kompliment.
  • Neue Hardware bekommen, nachdem ich nun ja noch mehr Zeit vorm PC verbringe. Der BEVA schenkte mir eine neue Tastatur samt Maus, was damit endete, dass ich mir seine Tastatur klaute, weil ich mit der am wenigsten Tippfehler mache. 4 Tage später bekam ich einen neuen Monitor und freue mich jetzt über eine 25“ Diagonale. Daneben sieht der Laptop richtig winzig aus.
  • Alle Nüsse eingesammelt! Okay, nicht alle, ich kämpfe mich nicht durch die Hecke, und der Zwinger ist aufgrund Nicht-Nutzung so zugewuchert, dass da nur die Eichhörnchen ran dürfen. Nur mehr 4 Kisten übrig!
  • Ein paar Fotoausflüge bei herrlichem Herbstwetter unternommen. Stainzer Warte (Aussichtsturm auf einem Hügel) – rundherum Pärchen Hand in Hand bei einem romantischen Spaziergang, und dazwischen 2 Fotografen, die zwischen den Bäumen rumhirschten, ständig den Himmel und den Sonnenstand überprüften, nach guten Motiven jagten und demonstrativ darauf warteten, dass das knutschende Liebespaar endlich aus dem Bild geht… Wenn’s um gute Aufnahmen geht und die Sonne in 10 Minuten hinterm Hügel verschwunden ist, sind wir absolut unromantisch.
  • Schilchersturm und Kastanien.

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Lowlights:

  • 10 Tage hintereinander nur Regen in allen Schattierungen und Stärken und Nebel. Ich bin’s ja gewöhnt, dass man in Graz von Oktober bis März keine Sonne sieht, aber in Stainz? Das war nicht förderlich für die Serotoninproduktion. Ich bin wie ’ne Pflanze – ich brauche Licht!
  • Was macht man am ersten Tag nach der Kündigung? Man verbringt 3 Stunden beim Zahnarzt. An dem Tag hatte halb Stainz beschlossen, Zahnweh zu haben. Die Assistentinnen waren schon ganz fertig. Und dann kommt auch noch die Königin der Wurzelbehandlungen und will ihren Thron zurück. Mein Zahnarzt hat darum gekämpft, musste ihn mir aber schließlich doch überlassen, und es folgte… na ja, ich kenne das Prozedere eh schon auswendig.
  • Mein selbst gesetzter Apfelbaum brauchte 4 Jahre, bis er sich entschloss, Früchte anzusetzen (damit wusste ich endlich, welche Sorte von den beiden gleichzeitig gepflanzten überlebt hat). Von immerhin 3 Äpfel ging es heuer auf einen zurück, und dessen Ernte hab ich verschwitzt. Als ich mich wieder an den einsamen Kronprinz Rudolf erinnerte, war es natürlich zu spät, und er war den Weg alles Irdischen gegangen. Irgendwas mache ich falsch. Der Baum, den ich noch nie geschnitten habe, trägt wie wahnsinnig. Die Natur will mir damit was sagen, glaube ich.
  • Zu Halloween tatsächlich Besuch von Kindern erhalten, und wir waren nicht darauf vorbereitet. Die letzten beiden Jahre hatte ich Süßigkeiten im Haus und es kam keiner. Heuer kaufte ich nichts mehr, und prompt stehen 2 Kids vor der Tür. Der BEVA opferte seine Colorado-Box.

Und jetzt geht’s los mit dem NaNo. Die Muse hat sich zwar zum inneren Kritiker in sein Fass verkrochen, aber ich habe ihr schon angedroht, dass diese Sache mit ihr läuft oder ohne sie, aber sie läuft. Geht doch nicht, dass ich mit der NaNo-Tradition unterbreche. Ich habe es 4 Jahre lang mit Job geschafft, da sollte ich es doch ohne erst recht hinbiegen *sagte sie voller Zuversicht und wusste, dass das Universum ihr da noch reinpfuschen würde*

Jery
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Über Jery Schober

author translator daydreamer dogperson bookcollector candlejunkie Übersetzt Romane, schreibt Fantasy, liest querbeet und malt unerfolgreich.
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8 Antworten zu Statusbericht Oktober 2015

  1. Evanesca Feuerblut schreibt:

    Den „Marsianer“ sollte ich endlich mal lesen, damit ich mir dann irgendwann den Film anschauen kann. Umgekehrt mache ich es ungern (auch wenn es nicht zwingend schlimm ist – bei Panem I habe ich tatsächlich zuerst den Film gesehen und es hat mich nicht gestört) und versuche, es zu vermeiden.
    Und ich kann mir SO lebhaft den Fotoausflug vorstellen 😀

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    • Jery Schober schreibt:

      The Martian zahlt sich sowohl als Buch als auch als Film richtig aus. Das Buch erklärt noch viel mehr und hat noch mehr Komplikationen. Und ist witziger, weil Watneys schwarzer Humor besser rauskommt 😀 Viele mochten die ganzen naturwissenschaftlichen Erklärungen im Buch nicht und fanden sie zu langatmig, aber ich hab die aufgesaugt wie ein Schwamm. Und sogar verstanden! *stolz schau*

      Fotoausflüge sind immer lustig und werden manchmal peinlich. Besonders im Urlaub, wo wir beim Sightseeing auf viele Menschen treffen, fragen uns etliche, ob wir sie vor der Burg etc. fotografieren könnten, weil wir mit den großen DSLR Kameras so aussehen, als wüssten wir, was wir tun. Erklär denen mal, dass ich zwar Landschaften und Tiere fotografieren kann, aber total schlecht bei Menschen bin. Dem BEVA geht’s nicht besser, und ich hab Fotoserien, die das beweisen. Zugemachte Augen und abgeschnittene Köpfe sind noch das geringste Problem.

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  2. para68 schreibt:

    Ich hoffe ja weiterhin, dass Deine Muse ein Einsehen hat, aus ihrem Versteck kommt und Du doch noch mit Leo am NaNo teilnimmst. Gerade auf dieses Projekt bin ich schließlich besonders neugierig. Meinst Du, es hilft, wenn ich Deiner Muse ganz viel Schokolade verspreche, wenn sie rauskommt? 🙂

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  3. dreamertalks schreibt:

    Ich muss ja gestehen, ich habe jetzt soviel über „Der Marsianer“ gehört, dass mich weder Buch noch Film noch interessieren. Bin gespannt, wann sich der Zustand ändert, schließlich höre sich das ursprünglich mal nach einem guten Buch an.
    Bei uns war Halloween auch keiner und ich hatte Naschis bereitliegen. Zum Glück habe ich nicht, wie ursprünglich geplant, die ekligen Süßen gekauft, sondern einfach nur einen schnöden Beutel Mini-Snickers, Mini-Twix, Mini-Mars etc. Die mag ich auch 🙂

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    • Jery Schober schreibt:

      Ich bin ein Jahr lang um The Martian herumgeschlichen. Der Inhalt hörte sich gut an, aber ich hab was gegen gehypte Bücher. Wenn alle davon schwärmen, reizt es mich nicht mehr 😉
      Schlug schließlich letztes Jahr zu, als der Preis runterging, und konnte dann kaum mehr aufhören zu lesen. Hab sogar mehrmals das Ende meiner Mittagspause übersehen, was mir noch nie passiert ist. Für mich hat’s sich also gelohnt, aber ich versteh das, wenn man einen Informationsoverkill hat, dauernd mit der Nase auf ein Buch gestoßen wird und irgendwann die Lust darauf verliert, weil es nichts Besonderes mehr ist.
      Wenn dir irgendwann nach SF ohne Raumschlachten oder Aliens ist, dafür mit schwarzem Humor, Erfindungsgeist und einem Killer-Planeten, dann versuch den Marsianer. Der es schaffte, meine 2 am wenigstens gemochten Erzählformen (auktorialer Erzähler und Ich-Form) so zu bringen, dass ich es verschlungen habe. Ich grüble noch immer, wie Andy Weir das gelungen ist.

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  4. wiesenirja schreibt:

    Ich hatte dies Jahr Süßes, also kamen keine Kinder. Letztes Jahr umgekehrt. Kids scheinen einen Anti-Süßes-Sensor eingebaut zu haben – kapier‘ ich nicht!
    Hach, schöne Bilder!
    Hoffentlich kommst Du bald mit der Übersetzung durch. Sonst musst Du den NaNo noch nachholen … Weiß ich aus Erfahrung: so eine Übersetzung frisst Schreibressourcen wie … Igel runtergefallene Äpfel. (Oder noch übler.) – Ich drücke die Daumen! (Jedenfalls wenn ich sie gerade nicht brauche.)

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    • Jery Schober schreibt:

      Freut, dass dir die Fotos gefallen 🙂
      Meine Schreibressourcen haben sich gerade wieder erholt, weshalb ich noch Zeit für einen NaNo-Sprint habe. Sind ja noch 20 Tage, und ich hab meine Panik-Attacken bereits vermisst.

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