Statusbericht September 2015

Der September war sonnig und warm, und inmitten eines hektischen Monats konnte ich mich ein wenig im Urlaub entspannen und Vitamin D tanken (= in der Sonne liegen und lesen).

Gelesen habe ich einige Comics, hauptsächlich deshalb, um zu wissen, was auf den geb-ich-her-Stapel kommt:
Deadly Storm (Derrick Storm Graphic Novels, #1) von Richard Castle, Brian Michael Bendis, Kelly Sue DeConnick & Lan Medina – hat mir gut gefallen, eine nette Agentengeschichte, bei der lange nicht klar ist, was gespielt wird.
Batman/Tarzan: Claws of the Catwoman von Ron Marz & Igor Kordey – normalerweise finde ich Marz toll, aber bei diesem Frühwerk hat er sich nicht mit Ruhm bekleckert, von der Unlogik mal nicht zu reden (anscheinend ist ganz Afrika nur 2 km² groß). Und die Zeichnungen waren überhaupt nicht mein Fall.
Spawn / Batman von Frank Miller & Todd McFarlane – überraschend witzig, mit garstigem Schlussgag.
Batman/Spawn: War Devil von Doug Moench & Chuck Dixon – mochte weder Story noch Art. Zu viele over-the-top Reden der bösen Jungs, beide HC kamen steif, dämlich und vollkommen humorlos rüber.

Ich schaffte einen Roman und zwei Novellen von Josh Lanyon (in der Wertung: ganz okay, gut, und WTF? Wo ist die Handlung geblieben?).
Mein Highlight war aus dem Sektor Urban Fantasy/Dystopie Steelheart von Brandon Sanderson. Es beinhaltet eine durch und durch sympathische Hauptfigur (kein Jammerer und nicht allmächtig), einige tolle Actionszenen, darunter eine großartige Verfolgungsjagd per Motorrad und eine große Überraschung für mich (ich hielt zwei Charaktere für absolut bullettproof – tja, einer davon war’s nicht). Das Ende wartet gleich mit 3 Twists auf, von denen ich nur einen kommen sah, die beiden anderen erwischten mich völlig unvorbereitet, machen aber im Nachhinein absoluten Sinn und erklären vieles. Die Fortsetzung steht schon im Regal 🙂

Bei den Sachbüchern beendete ich den Schreibratgeber Writing Fiction For All You’re Worth von James Scott Bell. Nichts Neues unter der Sonne, aber unterhaltsam verpackt, voller kleiner Perlen der Weisheit und dadurch, dass es ursprünglich kurze Blogartikel waren, schnell zu lesen und mit vielen verschiedenen Themen. Besonders interessant fand ich die Interviews mit Autoren zum Schluss, die von ihrer Arbeitsweise und ihren Problemen berichteten.
Dann las ich noch Colt Seavers, Alf & Ich: 20 Autoren über die wahren Helden unserer Jugend – klang lustig, war es aber nicht. Nur 2-3 Essays konnten mich erheitern, die anderen waren auf der faden Seite.

Gesehen habe ich Jack Reacher. Rosamund Pike fand ich toll, ihre Rolle als Anwältin war ein runder Frauencharakter – weder Jungfrau in Nöten (obwohl sie gerettet werden muss), noch Love Interest, sondern ein wichtiger Teil des Plots und eine realistische Powerfrau. Highlight war Frank Duvall – nur 2 Auftritte, aber die waren grandios 🙂 Tom Cruise… nun ja. Sagen wir mal so – er ist nicht besonders negativ aufgefallen, aber meine Vorstellung von Reacher ist er nicht (und das hat nichts mit der mangelnden Körpergröße zu tun).
Wir fingen mit der 1. Staffel von Star Trek an. Die alten Folgen wurden restauriert, was einerseits toll ist – brillante Farben, ungeschnittene Fassung, satter Ton. Andererseits wurden auch die Effekte nachgebessert, und irgendwie verliert die Serie an Charme. Ich bin mit den bunten Kreisen als Planeten und einem erkennbaren Modell der Enterprise aufgewachsen, und es geht der nostalgische Charme verloren, wenn die Enterprise „realistische“ Torpedos abschießt anstatt greller Lichtpunkte.

Gehört habe ich ausgewählte Folgen aus den Seasons 1-4 von Writing Excuses. Yep, kaum war ich durch, habe ich wieder von vorne angefangen.
Ich hörte mich auch durch viele Folgen des Science Fiction & Fantasy Marketing Podcast, wo 3 Self-Pub Autoren über eben dieses Thema reden, oft mit einem Gast.

Geschrieben hab ich nur ganz wenig Neues, keine Zeit dafür gefunden.

SONY DSCHighlights:

  • Eigentlich ein Highlight vom August, aber ich hab völlig vergessen, es beim letzten Statusbericht zu erwähnen: ein Wien-Besuch, wo wir Überraschungsgäste bei einer Geburtstagsfeier waren. Es ist erheiternd, wenn man über alle Wochenendpläne eingeweiht ist, das Geburtstagskind aber von nichts eine Ahnung hat… 😉
  • 2 Wochen Urlaub. Endlich.
  • Besuch im Tierpark in Herberstein, wo wir im 3. Versuch, die Polarwölfe sahen. War überhaupt ein raubtierintensiver Tag – wir sahen neben den beiden Polarwölfen insgesamt 4 Timberwölfe, 3 Geparde, die gerade aneinander gewöhnt wurden, und die Löwen und Pumas bei der Fütterung.
  • Am Hochzeitstag fantastisches Lokal ganz in der Nähe entdeckt – der Rauchhof, sehr zu empfehlen. Kleine Karte, supergutes Schnitzel, liebesvolles Interieur und ein Schokodessert zum Sterben gut.
  • Geburtstagsausflug mit dem BEVA ins Burgenland, wo wir einen Schrank von einem Mann trafen, der den lieben BEVA 2 Stunden lang in taktisches Schießen einwies. Und nebenbei Fragen für künftige Bücher beantwortete, die ich nicht einmal gestellt hatte. Wenn ich je was mit modernen Schusswaffen schreibe, buche ich dort wieder eine Einweisung. Für mich. Mit Interview-Option 🙂
  • Abstecher nach Sopron, mein erstes Mal in Ungarn. Putziges Städtchen mit charmanten Gassen und himmlischen Palatschinken.

Lowlights:

  • Als Nachtrag vom August: Wien bei 38° ist nicht lustig. Ich stieß an meine Leistungsgrenzen. Und wir schafften nur ein Stockwerk im Kunsthistorischen Museum. Das reichte für einen Inspirationsoverkill, aber trotzdem… wir kamen nicht einmal bis zu den Gemälden, weil uns die Kunstgegenstände schon 3 Stunden kosteten (und wir sind flott durchgegangen). Na ja, das Museum läuft nicht weg, ich komm schon noch in die Gemäldegalerie…
  • Der letzte Monat im alten Job war furchtbar stressig, besonders die letzten 10 Tage, wo ich neben der Arbeit noch neue Kolleginnen einarbeiten durften, die alle keine Ahnung vom verwendeten Computerprogramm hatten.
  • Mein letzter Tag in der Arbeit. An dem Tag kamen alle drauf, was ich ihnen noch schnell zeigen soll, weil ich die einzige bin, die das konnte. Ich hab mir das auch alles selbst beigebracht, also werden sie es wohl auch schaffen müssen.
  • Der Nussbaum übertraf sich selbst. Was eigentlich sehr positiv ist, er trägt eh nur jedes 2. Jahr, aber nach den ersten 50 kg wird das Ernten etwas… mühselig. Diesmal hab ich die Ernte abgewogen und darf jetzt 100 kg Walnüsse unters Volk bringen. Wir geben sie auch nicht in Säckchen ab – wenn jemand Interesse bekundet, bekommt er eine ganze Kiste. Ob er will oder nicht.

Im Oktober darf ich mir einen neuen Job suchen und mich derweil ganz meinem Nebenjob widmen, womit mein Tag ausgefüllt sein wird. Irgendwie sollte ich noch eine NaNo-Vorbereitung reinquetschen und weiter überarbeiten, mal sehen, ob ich irgendwas davon tatsächlich schaffe.

Jery
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Über Jery Schober

author translator daydreamer dogperson bookcollector candlejunkie Übersetzt Romane, schreibt Fantasy, liest querbeet und malt unerfolgreich.
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7 Antworten zu Statusbericht September 2015

  1. chickinwhite schreibt:

    oh my god, die Zeit rast! Du hast bei den Highlights doch wahrhaftig vergessen, dass du deinen Job geschmissen hast! Und wenn DAS kein Highlight war, ich weiß es nicht… 😉
    Scheint so, als hätte das vielversprechende Uni-Ding doch nicht geklappt? Mist! Ich drück dir die Daumen für die Suche!

    Was machen denn deine Übersetzungen?? Ich meine, Respekt! So richtig professionell übersetzen ist schon ne echte Hürde, also für mich. (Vielleicht behalt ich das als privates Memo im Kopf, falls, nee: wenn ich meine Fanfiction fortsetze. Ich hab ja leider keinen Betaleser mehr… Die letzte, fantastische Beta war in Sydney und musste leider irgendwann den Job aufgeben. Ich hoffe ja, es lag nicht an mir! ❓ )

    Ah, Wien…. (Ich war einmal da, und hab´s geliebt! So schön!)
    Da habt ihr´s euch aber gut gehn lassen! Recht so! Man soll die Feste feiern wie sie fallen. Und jeden Moment genießen!
    *winkt*

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    • Jery Schober schreibt:

      Meine Kündigung hatte ich schon bei den letzten Highlights, diesen Monat war anderes schöner 😀
      Aus dem Job an der Uni wurde leider nichts, aber ich suche weiter…
      Übersetzen ist nicht einfach, schon gar nicht, wenn die Regeln der englischen Grammatik äußert frei interpretiert werden, aber ich lerne auch beim Deutschen hinzu. Heute zB, dass es „die“ Taco ist laut Duden *am Kopf kratz* Hat der Duden eigentlich immer recht? Das klingt so falsch in meinen Ohren.
      Betaleser in Sydney? Ist jetzt auch nicht gerade der nächste Weg. Die Freuden der drahtlosen Kommunikation… Halte dir die Daumen, dass du einen neuen findest, und natürlich schreibst du die Fanfic zu Ende. Aufgeben gilt nicht!

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  2. para68 schreibt:

    Walnüsse sind leider nicht so mein Ding, und kiloweise esse ich sie schon gar nicht. Aber aufgrund der Entfernung falle ich als Abnehmerin sowieso flach – außer Du kannst sie bis nächstes Jahr aufheben. 🙂

    Weißt Du denn schon, welches Projekt Du für den NaNo in Angriff nehmen willst? Ich werde wohl nicht „offiziell“ teilnehmen, sondern mir für den November Ziele für das Schreiben und Überarbeiten setzen, die ich dann hoffentlich einhalte. Es ist dringend nötig!

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    • Jery Schober schreibt:

      Ich weiß, welches Projekt ich im NaNo in Angriff nehmen möchte – was die Muse dann durchzieht, ist sicher was anderes. Deshalb gebe ich keine Prognosen ab, sondern lass mich überraschen, was es am 1.11. sein wird.
      (*pst* Ich versuche die Muse zu beeinflussen und ihr 3 Ideen zur Auswahl zu geben, vielleicht wird es dann wenigstens eine davon.)

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      • para68 schreibt:

        Dann wünsche ich Dir viel Glück! Leider befürchte ich, dass sie Deinen Plan durschaut und Dir am 31.10. eine ganz neue Idee präsentiert. Na komm, zu Halloween darf man sich wie eine Hexe benehmen. 🙂
        Ich versuche es bei meiner Muse gerade mit Betteln: bitte, bitte, es wäre so schön, „Stille Wasser“ zu beenden. Mit 50.000 Wörtern schaffen wir das locker. Willst du das nicht auch? Nein, will sie nicht. Sie schwelgt in einer ganz neuen Idee, weil sie den Protagonisten so heiß findet. Nicht, dass mich das überraschen würde.

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  3. dreamertalks schreibt:

    Manno! Mein Kommentar ist verschwunden!
    Ich weiß genau, dass ich Dir dieses Mal als Erste hier kommentiert habe und jetzt schau ich durch Zufall nach und weg ist er 😦
    Und jetzt muss ich überlegen, was ich alles geschrieben hatte? Hm… Die Comics. Ich wußte nicht, dass es die Castle Romane als Comics gibt. Ich hatte damals den ersten Band als Buch gelesen, aber irgendwie hat der mich nicht so begeistert. Batman und Tarzan dagegen klingt interessant 😉

    Über Lanyon haben wir uns ja schon ausführlich unterhalten 🙂
    Ich mag übrigens Deine Beschreibung mit dem nicht bulletproof Charakter. Klingt so, als hättest Du Dich zumindest trotzdem beim Lesen amüsiert.

    Ich habe Jack Reacher schon letztes Jahr gesehen. Ich bin allerdings auch kein Tom Cruise Fan und insofern ist jeder Film, den ich trotzdem mag, ein besonderer Film. Jack Reacher ist so einer, und Edge of Tomorrow (nur so als Tipp *grins*).

    Zum Thema Walnüsse kann ich nur sagen: Ich würde Dir sofort eine Kiste abnehmen. Ich liebe Walnüsse! Aber ich schätze per Post zu verschicken wäre ein wenig zu viel verlangt, was?

    Kannst Du mir verraten, wie Du diesen Projektfortschritt auf Deinen Blog bekommen hast? Und wie Du den errechnest? Oder sind das Überarbeitungsprozessbalken?

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    • Jery Schober schreibt:

      Tut mir leid, dass dein Kommentar weg ist, ist auch nie bei mir eingetroffen, das wär mir als Admin aufgefallen 😦

      Batman & Tarzan haben mich als Comic schwer enttäuscht, dafür was ich von Castles Derrick Storm positiv überrascht. Das erste Nikki Heat Buch liegt hier ungelesen rum, das kommt noch an die Reihe. Irgendwann.

      Edge of Tomorrow klingt total interessant (SciFi Nerd hier *aufzeig*), aber Cruise (oder wie er bei uns heißt, „da Ozwickte“) hielt mich von einem Kinobesuch ab. Aber wenn der im Fernsehen läuft, werd ich nicht nein sagen.

      Wenn du in Österreich wohnen würdest, würd ich dir gerne eine Kiste Nüsse schicken, aber bei dem horrenden Auslandsporto muss ich davon Abstand nehmen (es gibt hier nicht mal Büchersendungen, deshalb kostet mich das Porto oft mehr, als was das Buch gekostet hat, wenn ich Geschenke verschicke).

      Meinst du diese Fortschrittsbalken auf der rechten Seite? Die hab ich mittels eines Widgets gemacht (leeren Textbaustein genommen und Code reinkopiert), und den Code dafür gibt’s hier unter „Tools“: http://www.critiquecircle.com/wordmeterbuilder.asp Kann man aufs eigene Projekt zuschneiden mit Wordcount (Gesamt und aktuell) und gewünschter Farbe. Wordcount gebe ich beim Updaten händisch ein, sobald sich was getan hat, der Balken wandert dann von selbst weiter. Stein & Stahl ist in der 2. Runde (= Überarbeitung), alles andere noch in der 1. Fassung.

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