Statusbericht Juli 2015

Der Juli war heiß und trocken, bis auf eine Woche Regen, was reichte, um meine Brombeeren zum Schimmeln zu bringen 😦

Gelesen habe ich weiterhin recht viel für meine Verhältnisse. Es hilft auch, wenn die einzelnen Bücher keine Sanderson’schen Wälzer à 1000 Seiten sind, sondern knackige Novellen und Romane unter 80k.
Ich las mich weiter durch das Oevre von Josh Lanyon und freunde mich langsam mit einer bestimmten Art von Krimi an.
Ich startete eine neue Serie, THIRDS von Charlie Cochet über Gestaltwandler, die mir zu meiner großen Überraschung gefiel (sonst überhaupt nicht mein Ding). Zwar hatte ich den ganzen ersten Band über Probleme mit dem HC und kaufte ihm seine flapsige und anzügliche Art in seinen Job und seinen Vorgesetzten gegenüber nie ganz ab, aber das wurde mit Band 2 besser. Das Worldbuilding ist toll, und die NCs machen Spaß und sind richtige Persönlichkeiten und nicht nur Stichwortgeber.
Herausragend war eine historische Romanze, All In With the Duke von Ava March, die es schaffte, mich von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln, und das ohne Bedrohungen von Leib und Leben, ohne Kämpfe, Schießereien, Mörderjagden oder sonstige Action – es geht „nur“ darum, ob zwei Menschen es schaffen, zueinander zu finden.
Bei den Schreibratgebern lese ich gerade Writing Fiction For All You’re Worth von James Scott Bell – ursprünglich auf einem Blog erschienen, sind es kurze, knackige Einträge zu allen möglichen Themen des Schreibens.

Gesehen haben wir The Rocky Horror Show, die einen tollen Kontrast zur Grazer Oper mit ihrem Barock-Dekor abgab. Die Duschen aus den Wasserpistolen waren bei der Hitze äußerst willkommen. Etwas gewöhnungsbedürftig war Rob Fowler als stimmlich sehr guter, aber äußerst maskuliner Frank N. Furter. Ich vermisste die sinnliche Eleganz eines Tim Curry. War alles in allem ein witziges und sehenswertes Erlebnis.

Gehört habe ich Brandon Sandersons College-Lehrgang, alle 13 Lektionen. Gibt’s auf YouTube, wobei ich nicht wirklich hingeschaut, sondern nur zugehört habe. Äußerst informativ, ein wenig desillusionierend und erhellend, was Arbeitsweisen angeht.

Geschrieben hab ich nur wenig, sitze noch immer an der Überarbeitung und bastle Szenenübergange zusammen.

WeizenHighlights:

  • Reiche Weinbeeren-Ernte eingefahren. Ich lebe für die 2 Wochen im Jahr, wo sie reif sind. Falls jemand eine absolut pflegeleichte Pflanze mit tollen Früchten sucht, mein Geheimtip: Japanische Weinbeere. Kennt kaum jemand, ist aber verdammt lecker.
  • Festgestellt, dass ich mit einer Gasdruckpistole wesentlich besser treffe als mit Pfeil und Bogen. Wesentlich im Sinn von „jö, ich treff tatsächlich das Schwarze in der Mitte“. Endlich mal ein Erfolgserlebnis am Schießstand. Und keine Pfeilsucherei.
  • Herausgefunden, dass mein Physiotherapeut auch Fotograf und Photoshop-Künstler ist. Networking, yeah! Solche Kontakte kann man immer brauchen, wenn ich mal ein Cover aufgehübscht haben möchte oder der Coverdesigner meiner Wahl keine Zeit hat, weil er Landkarten zeichnen muss (an den BEVA: steht alles im Ehevertrag, auf Seite 291 unten).
  • Um beim Grafischen zu bleiben: Der Göttergatte hat mir zum Spaß ein Cover für ein künftiges Projekt gemacht. Worauf ein Gebäude zu sehen ist, das in der Outline überhaupt nicht vorkommt. Ab jetzt schon. Weil die Muse sofort meinte „Uih, supi, da machen wir eine Szene drin!“ Sie ist leicht zu beeindrucken.

Lowlights:

  • Beim 2. Projekt nicht als Betaleser ausgewählt worden. Meine Chancen waren von vornherein gering, es gab über 900 Bewerber. Trotzdem schade.
  • Wespenplage. Ein Stich unterm Auge ist keine feine Sache. Lehrte mich aber, dass man auch einäugig DVDs gucken kann.
  • Tod eines Osterkaktus. Um den tut’s mir wirklich leid. Ich brachte ihn dazu, 4 x im Jahr zu blühen, und dann zack, hab ich ihn ersoffen. Nicht mit Absicht. Er brauchte weniger Wasser, als ich ihm zuteilte.
    Wobei ich mich unschuldig am Tod einer Primel sehe. Ich hab sie weder verdursten noch ertrinken lassen. Der schwarze Daumen hat wieder zugeschlagen.

Im August (den wir jetzt auch schon zur Hälfe um haben) werde ich munter (mehr oder weniger) Stein und Stahl weiter überarbeiten und mich weiter der Hitze hingeben. Habe bei beidem keine Wahl.

Jery
TriestP.S. Und zur Abkühlung stellen wir uns jetzt alle vor, wie wir in diesem Meer schwimmen…

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Über Jery Schober

author translator daydreamer dogperson bookcollector candlejunkie Übersetzt Romane, schreibt Fantasy, liest querbeet und malt unerfolgreich.
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2 Antworten zu Statusbericht Juli 2015

  1. para68 schreibt:

    Du magst eine Serie über Gestaltwandler? Dann muss sie wirklich ungewöhnlich sein. Rotiert Deine Muse schon? 🙂
    Viel Erfolg bei Stahl! Ich gehe davon aus, dass die ein Mal überarbeitete Erstfassung bald fertig ist und ich sie im Herbst zu lesen bekomme! 🙂

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    • Jery Schober schreibt:

      Pst, nicht so laut, sonst steigert sich die Muse noch mehr in diese Gestaltwandlersache rein…
      Im Herbst? *lach* Oh, Du bist so herrlich optimistisch. Ich wage nicht mal, es bis Ende des Jahres anzupeilen, was eigentlich der Plan war. Aber wie immer mit den besten Plänen… sie überleben keinen Feindkontakt. Oder in dem Fall den Zusammenprall mit meiner Rohfassung.

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