Pre-NaNo: Deligieren, ignorieren und prokrastinieren

Die letzten Vorbereitungen für den NaNo sind erledigt. Diejenigen, die mit dem Schreiben selbst nichts zu tun haben.

Die Gefriertruhe ist gefüllt, der Kühlschrank brechend voll. Es sollte sich ausgehen, dass ich mit 2 Einkäufen pro Woche auskomme und wir trotzdem nicht verhungern.

Der BEVA (= der Beste Ehemann Von Allen, mit Dank an Kishon) wurde instruiert, vom Markt Obst mitzunehmen und frisches Gebäck zu besorgen, zudem wurde ihm für 30 Tage die Obsorge für den Haushalt übertragen. Was kein Problem ist, weil der BEVA versierter Bügler und passionierter Waschmaschinenprogrammierer ist.
(Ich habe mir sagen lassen, dass nicht alle BEVAs diese Funktionen besitzen. Solltet ihr so ein Modell haben, lohnt sich eine Umprogrammierung; falls auch diese keinen Erfolg bringt, hilft es oft, laut über einen Umstieg auf ein neueres Modell zu überlegen. Dies ist nicht auf BEVAs beschränkt, sondern auf alle in einem gemeinsamen Haushalt lebenden Personen.)
Solange der Staub keine Gewerkschaften gründet, ist alles im grünen Bereich. Wer Haustiere hat, weiß, dass sich Staubsaugen erst rentiert, wenn sich die Hundehaare in den Ecken zu kleinen Haufen ballen, weil sie dann auch den restlichen Staub anziehen.

Der Hund hat gelernt, seine Dosen selbst aufzumachen. Die Tonne mit dem Trockenfutter war noch nie ein Problem. Zudem sagt er Unterstützung in Form von leiserem Schnarchen zu und verzichtet bei nasskaltem Wetter freiwillig auf einen Gang nach draußen.

Freunde und Verwandte wurden informiert, dass man mich nicht zu Gesicht bekommen wird. Sie sollen auf keine Antworten per Email, SMS oder gar persönliche Anrufe hoffen, dafür ist im Dezember noch Zeit genug.
Es ist aber durchaus gewünscht, dass sie nervende Fragen nach dem Fortschritt im NaNo stellen und sich permanent nach dem Wordcount erkundigen (erhöht den sozialen Druck, und ohne den schreibe ich zu langsam).

Der Schreibtisch ist zusammengeräumt, das neue Verzeichnis auf der externen Festplatte erstellt, ebenso wie ein neuer Entwurf in Scrivener.
Ende Oktober trafen 4 neue Instrumental-Soundtracks ein, um für angenehme Hintergrundgeräusche zu sorgen.

Im Firefox ist die NaNo-Hauptseite als Startseite festgelegt, damit ich sofort durch die Foren surfen kann, die eine herrliche Ablenkung Recherchemöglichkeit und Inspirationsquelle bieten.
SONY DSCJetzt fehlt mir nur mehr die Entscheidung der Muse, WAS sie schreiben möchte. Spätestens morgen sollte es ihr einfallen. Es werden noch Wetten angenommen, ob wir uns tatsächlich an den Plan mit der contemporary romance halten, doch wieder Fantasy nehmen oder die Muse mit etwas ganz Neuem anrückt…

Und die beste Nachricht zum Schluss: Dieses Jahr gibt es ganze 5 Wochenenden im November und nicht nur 4. Also 10 volle Tage ohne Dayjob, die ich ganz dem Schreiben widmen kann. Da freut man sich richtig auf den üblichen Nebel und Nieselregen.

Falls mich jemand als Writing Buddy möchte, findet ihr mich beim NaNo hier.

Happy Halloween!

Jery

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Über Jery Schober

author translator daydreamer dogperson bookcollector candlejunkie Übersetzt Romane, schreibt Fantasy, liest querbeet und malt unerfolgreich.
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19 Antworten zu Pre-NaNo: Deligieren, ignorieren und prokrastinieren

  1. FashionqueensDiary schreibt:

    Hihi, schön geschrieben! Dann wünsche ich dir viel Spaß!

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  2. chickinwhite schreibt:

    Noch eine Minute….
    Let´s go!!
    Ich überlege noch ob ich nicht erst ne Runde schlafen sollte… Aber ich glaube das wird nix!!

    HAB VIEL VIEL SPASS!!!
    😉

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  3. Hanna M. schreibt:

    Viel Erfolg! Ich schaue heute etwas neidisch auf die, die gerade starten. Leider musste ich auf April verschieben. Zu viel bei mir im Job los im November und mein Plot ist auch nicht fertig geworden. Aber ich wünsche dir viele Wörter und viel Nieselregen! 😄

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  4. para68 schreibt:

    Ich hielt mich für gut vorbereitet und habe mich wie verrückt auf meinen ersten NaNo gefreut. Da ich eher ein Morgenmensch bin, habe ich nicht eine Minute nach Mitternacht mit dem Schreiben begonnen, sondern bin quasi sofort nach dem Aufstehen zum Laptop geeilt, um mit dem Schreiben zu beginnen. Ist wohl eine Abart von „Neue Besen kehren gut.“.
    Ich fühlte mich relativ sicher, da ich mir selbst zwei Projekte zur Auswahl gegeben hatte. Bei dem ersten existieren der gesamte Plot und die ersten drei Kapitel. Beim zweiten habe ich einen groben Plot und eine genaue „Aufstellung“ der ersten drei Kapitel. Somit hätte es kein Problem geben sollen.
    Leider war die Muse fest entschlossen, mit einem ganz anderen Projekt zu beginnen, für das es selbstverständlich keinen Plot, sondern nur eine ganz nette Idee gibt. Und natürlich hat sie ihren Dickkopf durchgesetzt. Jetzt bin ich schon am ersten Tag des NaNo vollkommen verunsichert.
    Aber genau das ist Dir ja auch schon mehr als ein Mal passiert. Ob wohl ein Fluch auf dem NaNo liegt, der Musen verwirrt?
    Ich bin jedenfalls froh, dass ich Dich als Leidensgenossin habe und hoffe, noch weitere Masochisten zu finden, die sich diesen Wahnsinn freiwillig antun. 🙂

    P.S.: Kennt sich jemand mit Zoos und wilden Tieren aus?

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    • Jery Schober schreibt:

      „The Muse will do whatever the Muse wants to do.“ Wir hoffen zwar auf Kooperation, erwarten aber Widerstand und hinterhältige Attacken. Zu Recht.
      Lass sie einfach mal machen, theoretisch hat die Muse einen Plan, den sie uns nur nie verrät. Zumindest niemals vorher.

      Mit Zoos kenne ich mich nur als Besucher aus, und mit Erfahrung mit wilden Tieren beschränkt sich auf die Jagd mit Kamera und einige unerwartete Begegnungen mit Rehen und Hasen im Wald, da kann ich Dir leider nicht weiterhelfen.

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  5. Evanesca Feuerblut schreibt:

    Uuuund? Wie weit bist du? Wie weit bist du?
    Meine Familie hat immer noch nicht so richtig verstanden, was so ein NaNo ist und wieso bitte es so wichtig ist, dass ich X Wörter geschrieben haben musste letztes Jahr.
    Vielleicht kann ich es ihnen nächstes Jahr erklären – vermutlich wohne ich nächstes Jahr nämlich immer noch dort ^^

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    • Jery Schober schreibt:

      Es ist nicht immer leicht mit der Familie, v.a. wenn sie nicht so ganz versteht, warum etwas, woran man freiwillig teilnimmt, so wichtig sein kann, dass man darüber alle Pflichten vernachlässigt. Einfach immer wieder liebevoll erklären, dass so ein NaNo ein herrlicher Kreativitätsrausch ist und man das Gemeinschaftsgefühl ausnützen will, um ganz viel zu schreiben. Autor sein ist sonst eh eine so einsame Tätigkeit.

      Wie weit ich bin? Nicht so weit, wie ich sein wollte, aber ganz gut im Rennen. Natürlich nicht mit dem geplanten Projekt *schnaub*

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