Statusbericht Juli 2014

Der Juli stand ganz im Zeichen des Camp NaNo.
25k waren mein Ziel, die Hälfte des klassischen November-NaNos. Ich startete gut hinein, hatte dazwischen einen 2wöchigen Durchhänger und legte wie üblich einen hektischen Endspurt hin, um den Wordcount zu schaffen.
Es ging sich gerade so am letzten Tag aus – ich konnte doch nicht die cabin im Stich lassen, in die ich von Evanesca eingeladen wurde, und als einzige den NaNo nicht schaffen.
Geschrieben habe ich hauptsächlich an Stein und Stahl (wo ich etliche NCs ins Jenseits schickte, medizinische Behandlungen durchführte und meinen Lieblingselfen zum Berserker werden ließ – now, that was fun), einen Ausflug zu Frost und Feuer unternommen (ich steh auf emotionale Momente, in denen Charakteren verborgene Wahrheiten klar werden) und sogar den Anfang einer zeitgenössischen Lovestory mit dem Arbeitstitel Vienna Calling geschrieben (2.900 Wörter, und der Muse und mir ist klar, dass ich die ersten 2.000 streichen kann, aber so viel brauchte ich einfach, um die Stimme des HC Leo zu finden).
Es hat großen Spaß gemacht, mich wieder ganz dem Schreiben zu widmen und erst mal alle Gedanken an Plotten und Überarbeiten sein zu lassen. Zum Schluss packte mich wirklich der Ehrgeiz, es trotz viel Stress in der Arbeit und ungünstiger äußerer Umstände wie Zahnschmerzen zu schaffen, was meiner Selbstdisziplin sehr zugute kam.

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Gelesen habe ich u.a. Gefangene der Dämonen, den ersten Roman aus Andre Nortons Hexenwelt-Zyklus – gewöhnungsbedürfig, weil heute keiner mehr so schreibt. Plotwendungen und Ideen für 3 Bücher, innovatives Worldbuilding, dafür keinerlei emotionale Entwicklung der HCs, von denen mich keiner besonders interessierte. Die beiden Paarkonstellationen am Ende (nur auf den letzten 2 Seiten geschildert!) trafen mich aus heiterem Himmel, obwohl ich bei einer durch die weiteren Romane schon wusste, dass sie kommen würde, und nach Hinweisen suchte. Wie alles von Andre Norton schnell und leicht lesbar, aber nicht mehr mein Geschmack.

Gehört habe ich Sarah McLachlan und 30 Seconds To Mars, weil einige Titel von beiden auf die Playlist von Stein und Stahl kamen.

Gesehen habe ich weitere Folgen von Birds of Prey (ein gewisser Hang zum Masochismus hilft als Autor ungemein) und die 5. Season von Mash.

Zwischen diesen beiden Kategorien sollte „im Konzert erlebt“ stehen. Sylvia lud mich anlässlich des Autorentreffens (oder machten wir ein Autorentreffen, weil das Konzert anstand?) zu Hugh Laurie & the Copper Bottom Band ein, auf den Grazer Kasematten. Noch dazu beste Plätze in der ersten Reihe. Es war grandios. Hervorragende Band, geniale Sängerinnen, und Mr. Laurie ist der geborene Entertainer. Wer die Chance hat, ihn auf der Bühne zu sehen, sollte das tun, selbst mich als Blues-Neuling hat es umgehauen.

Die Überarbeitung von Echo 1 schritt gar nicht voran, weil ich mit dem Camp NaNo beschäftigt war, aber das wird im Herbst besser werden, wenn die Gartensaison endlich vorbei ist. Momentan nimmt die Brombeere meine Aufmerksamkeit in Beschlag.

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Highlights des Monats Juli:

  • Das zweite Autorentreffen mit Sylvia, wo wir wieder ausführlich über Plots und wahnsinnige Musen sprachen. Es tröstet mich ungemein, dass nicht nur meine so durchgeknallt ist.
  • Das Hugh Laurie Konzert. Ja, es war so gut, dass es ein zweites Mal erwähnt werden muss.
  • Die Bio-Tomaten-Raritäten bescheren tatsächlich reiche Ernte.
  • Mein erster Artikel fürs E-Zine von WritersWorkshop, „Sprache in Fantasy-Romanen“, wurde veröffentlicht.

Lowlights des Monats Juli:

  • Womit überbietet man zwei gleichzeitige Wurzelkanalbehandlungen? Mit zwei Wurzelspitzenentzündungen. Ich bete darum, dass ich die nächsten 3 Wochen durchhalte, ohne dass diese akut werden, bis mein Stammzahnarzt aus dem Urlaub zurück ist. Dann muss ich mir noch seeehr gut überlegen, ob ich mir nochmal eine Resektion antue. Ich hab das einmal mitgemacht, und es führt weiterhin die Top Ten meiner Schmerzerlebnisse an. Selbst die Laparoskopie kommt erst auf Platz 4.
  • Stress im Dayjob, ein Auto, das merkwürdige Geräusche macht (nach der Inspektion), eine Waschmaschine, die nicht mehr wäscht… die Alltagsprobleme vermiesen einem oft genug den Tag oder gleich die Woche. Trotz dieser Tiefschläge genug Lust fürs Schreiben zu entwickeln oder einfach genug Selbstdisziplin zu haben, es durchzuziehen, egal ob man in Stimmung ist oder nicht, das ist ein Punkt, an dem ich noch arbeite.

Auf in den August, wo ich einen ehrgeizigen Wordcount vorhabe, sofern ich die Sache mit meinen Zähnen psychisch und physisch durchstehe. Deshalb warte ich einfach mal ab, wie es läuft, und poste hier keine konkreten Vorhaben, die ich vielleicht doch nicht einhalten kann.

Jery

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Über Jery Schober

author translator daydreamer dogperson bookcollector candlejunkie Übersetzt Romane, schreibt Fantasy, liest querbeet und malt unerfolgreich.
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4 Antworten zu Statusbericht Juli 2014

  1. para68 schreibt:

    In den Lobgesang über das Konzert kann ich nur einstimmen – obwohl ich das wohl lieber lassen sollte, denn im Gegensatz zu Hugh Laurie und seiner Band habe ich eine furchtbare Singstimme.
    An dieser Stelle nochmals Gratulation zum Erreichen Deines NaNo-Ziels! Jetzt nur aufpassen, dass die Muse sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruht, indem sie mit den Jungs im Keller feiert. Die hat weiterzuschreiben, ich möchte endlich „Stahl“ lesen! 🙂

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  2. Hanna M. schreibt:

    Dein Artikel in E-Zine hat mir sehr gut gefallen. LG Hanna

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