Statusbericht April 2014

Dieser Statusbericht ist nicht viel anders wie der vom März, weil sich nicht viel Neues tat.

Gelesen habe ich einige Kurzgeschichten und Sachbücher. Auf der Romanseite fehlt die Zeit für längere Werke. Der einzige Roman, den ich gelesen habe, war einer, für den ich ein Korrektorat machte, das zähle ich nicht, zumal ich ihn schon kannte. Dafür war es eine gute Erfahrung, wie schnell bzw. langsam ich bei so etwas bin. Ich lernte, dass ich 7-8.000 Wörter in der Stunde schaffe, bei einem Lektorat rechne ich mit dem Doppelten, also kann ich mir ausrechnen, was noch an Zeitaufwand auf mich zukommt, wenn ich meinen eigenen Bücher den letzten Feinschliff verpasse.
Gehört habe ich nur bereits gekaufte Musik, querbeet, Neues kam nicht dazu.
Gesehen habe ich weiterhin meine üblichen 4 Stunden TV, 2 am Montag und 2 am Freitag. Es gibt einige Blue Ray Neuzugänge (ein Wien-Besuch ohne Shopping geht nicht), die allerdings ebenso wie die vorhandenen Discs warten müssen, da ich die Zeit am Abend, wo ich sonst eine Serienepisode anschaute, der Revision gewidmet habe.

Aus dem Kino wurde wie üblich nichts, weil es kaum zu timen ist, da die Beginnzeiten dort nicht mit meinen Arbeitszeiten kompatibel sind. Und am Wochenende ist das ganze Frühjahr über Gartenarbeit angesagt. Nicht unbedingt freiwillig, aber ohne Arbeit keine Ernte, ohne Ernte keine Rohstoffe für die „Marmeladefabrik“ meiner Mutter 😉

SONY DSC(Wien, April 2014)

Bei meinen eigenen Werken gibt es nur Fortschritte bezüglich der Überarbeitung:

Echo 1: 26 von 36 Kapitel durchgelesen, markiert und mit Notizen versehen.
Die gute Nachricht: Es gibt ganze Absätze, bei denen sich mir nicht die Fußnägel vor Grauen hochrollen. Ganze Absätze!
Die schlechte Nachricht: Es ist so viel zum Ändern, dass ich glaube, dass ich länger an der Überarbeitung sitzen werde, als ich je befürchtete.  Und ich befürchtete bereits etliche Monate.
Fazit: Nach dem momentanen Stand (2/3 der Rohfassung durchgelesen) muss ich 1/3 umschreiben, 1/3 komplett neu schreiben und 1/3 kann so bleiben. Was sich hauptsächlich auf den Teil bezieht, den ich noch lesen muss. Gegen Ende hin wird das Buch straffer, weil ich da erstmals mit einem exakten Plan vorging und nicht einfach jede Abzweigung nahm, die sich anbot. Im letzten Viertel gibt es zwar weiterhin viele verschiedene Blickwinkel, aber nur mehr einen Handlungsstrang, weil alle Subplots zu dem einen zusammenlaufen, was die Planung enorm erleichterte.

Bei Echo 2 und 3 wird sich solange nichts tun, bis ich Band 1 in eine herzeigbare Fassung gebracht habe.
Frost und Feuer: weiterhin in der Schwebe. Die Muse hatte mittlerweile die zündende Idee, wie sie den Plot verkomplizieren will. Nur noch keine Details dazu. Ber, einer meiner HCs, wird noch eine Weile unter dem Bett liegen müssen, eine scharfe Bombe neben sich, bis ich ihn aus der Situation befreie… Wobei es unglaublich spaßig war, in einer Fantasywelt eine Bombe mit Zeitzünder zu erfinden.
Stein und Stahl: Dank des Autorentreffens habe ich den restlichen Plot, den ich dieses Wochenende in Szenen aufbrechen werde. Ich freue mich schon aufs Schreiben. Im Gegensatz zu Echo 1, wo ich für meine Verhältnisse sehr zahm unterwegs bin, tobe ich mich bei Stein und Stahl so richtig aus, weshalb dieses Buch auch von Anfang an für Leser ab 18 vorgesehen war.

Ich hoffe, dass ich im Mai wieder zum Schreiben kommen werde. Überarbeiten kostet noch immer den Großteil meiner Freizeit, aber es ist nicht mehr so viel, lächerliche 10 Kapitel, ca. 100.000 Wörter 😉

Herbst und Winter sind für mich definitiv besser, was das Schreiben angeht, weil ich da draußen kaum was tun muss. Von Februar bis September bin ich mit Gartenarbeit eingedeckt, weil ich mir ja einbildete, alle Bäume und Sträucher zum Früchte Tragen überreden zu müssen. Da hab ich jetzt davon. Jede Menge Obst und jede Menge Arbeit. Positiv denken – immerhin müssen wir die großen Wiesen nicht mähen, das macht der Bauer unseres Vertrauens.

Highlights des Monats April:

  • Ostern mit einem produktiven Autorentreffen und erstklassigem Schilcher
  • Ich habe Originalbilder von Dürer gesehen *ehrfürchtig schau*
  • Meine Tulpenzwiebeln sind aufgegangen. Lacht nicht, das ist für mich ein großer Erfolg, weil ich seit Jahren einen Kleinkrieg gegen die Mühlmäuse führen und das mein erster Sieg ist. Beim Krieg um die Erbsen steht es 49:1. Und ich bin die mit der 1 😦

Lowlights des Monats April:

  • 3 Zahnarztbesuche in 4 Tagen inkl. 2 halber Kreislaufzusammenbrüche, mit denen mein Körper versuchte, den Schmerzen zu entgehen
  • Tod eines Alfa Romeos *schluchz*
  • Auf schriftstellerischer Front nur, dass ich nicht zum Schreiben kam, aber das war selbst verschuldet, weil ich mein Hauptaugenmerk auf Überarbeiten und Social Media legte. Daher keine Beschwerde an mich selbst, weil ich es so wollte.

Auf in den Mai, wo ich mich darauf freue, mit Stein und Stahl weiterzumachen, weil die A-Story zwar „nur“ ein Standard-Racheplot ist (immerhin mit einem Twist am Ende), aber die B-Story genau meine Lieblingsthemen anspricht – human drama in all seinen Facetten *freu*

Jery

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Über Jery Schober

author translator daydreamer dogperson bookcollector candlejunkie Übersetzt Romane, schreibt Fantasy, liest querbeet und malt unerfolgreich.
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2 Antworten zu Statusbericht April 2014

  1. para68 schreibt:

    Besonders die Fortschritte bei Echo 1 sind doch beachtenswert. Wie Du selbst sagst, wird das Manuskript zum Ende hin straffer und somit einfacher zu lesen und später zu überarbeiten. Das Schwierigste beim Lesen und Kommentieren hast Du also hinter Dir. Den Rest wirst Du jetzt auch noch schaffen! Immer schön durchhalten.

    Ich bin besonders neugierig, wie ‚Stein und Stahl‘ letztlich aussehen wird. Vielleicht bekomme ich die Erstfassung ja noch dieses Jahr zu lesen, würde mich freuen. 🙂

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    • jery22 schreibt:

      Komme mir vor wie ein Amateur-Marathonläufer, der auf den letzten 10 km mehr geht als läuft, mit heraushängender Zunge und nur mehr das Ziel vor Augen – wenn nötig, wird gekrochen, aber ans Ziel komme ich! Noch 4 Kapitel – leider stellt sich grad heraus, dass der Teil, den ich für gut hielt, es nicht ist *schulterzuck* Auch dieses Problem werde ich wie so viele andere lösen müssen.

      Ich bin auch schon neugierig, wie Stein und Stahl am Ende sein wird. Ob es noch etwas mit der Grundidee zu tun haben wird, die mich vor mittlerweile 2 1/2 Jahren zum Schreiben bewog. Ob ich überhaupt den Anschluss finde, nachdem ich jetzt monate-, eigentlich jahrelang nichts daran gemacht habe. Es ist zumindest eines der raren Projekte von mir, wo ich tatsächlich die berechtigte Hoffnung habe, am Ende unter 100k zu landen 😉 Ich denke, die 1. Fassung wird so um die 120k werden, wenn ich endlich mal dazu komme, mich näher damit zu beschäftigen. Wobei mir das Wetter durch die ständigen Gewitter versucht, unter die Arme zu greifen…

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