Autorentreffen zu Ostern 2014

Über das verlängerte Osterwochenende hatte ich lieben Besuch aus Deutschland. Sylvia, eine Autorin, mit der ich seit Jahrzehnten befreundet bin, kam mich wie schon letztes Jahr besuchen.

Damals pflanzte ich ihr die Idee ins Ohr, dass sie ihr altes Hobby Schreiben wieder aufleben lassen sollte. Ich gebe zu, das war nicht ganz uneigennützig – ich wollte einfach nicht mehr allein im Kampf mit einer Muse sein und brauchte Leidensgenossen 🙂

Ein Jahr später hat sie 2 Romane beendet und schreibt gerade den dritten. Nicht zu reden von etlichen anderen Ideen in diversen Entwicklungsstadien. Das nenne ich Fleiß.
Ich schäme mich ein wenig, dass ich nicht solche Erfolge vorweisen kann. Bin ja manchmal doch eine faule Socke und nutze meine Freizeit nicht optimal aus 😦

Im Gegensatz zu 2013 wurden wir heuer von Schnee verschont und konnten einige Ausflüge machen, auch wenn es dazwischen immer wieder regnete.

SONY DSC(Weststeirisches Hügelland – seit einigen Jahren mein Zuhause)

Dazwischen wurde eifrig an unserer Agenda gearbeitet. Wir hatten uns einiges vorgenommen und konnten sogar alle Punkte auf der Liste abhaken *stolz schau*
Das meiste schafften wir am verregneten Ostersonntag, wo wir das Haus nicht verließen.

Wir polierten die Leseprobe von Sylvias erstem Roman auf Hochglanz, überarbeiteten das Exposé ein wenig und bereiteten alles inkl. ihrer Vita zur Aussendung vor. Wir verpassten ihrem Blog „Aus dem Leben einer Hobby Autorin“ ein neues Design, und ich stifte 6 Bilder mit England-Bezug, die zur Not auch Schottland und Irland doubeln können, Schauplätze, die in ihrem aktuellen Manuskript eine Rolle spielen. Wir fanden sogar ein Foto des Ärmelkanals, an dem die erste Szene dieses Buches spielt. Dann kümmerten wir uns noch um strittige Fragen zum Exposé ihres dritten Romans.

Ich sammelte erste Stichpunkte für eine Vita, und wir erstellten ein Plotgerüst für Stein und Stahl, das Prequel zur Echo-Reihe, das mir gut gefällt und endlich die letzten Fragen beantwortete, die ich wegen der Motivation des HC hatte.
Darüber hinaus machten wir ein sehr produktives Brainstorming zu meinen Plänen für eine reinrassige zeitgenössische Romance mit, ja, ihr habt es geahnt, Fantasy-Elementen *wirft Hände in die Luft* Was soll ich machen? Meine Muse kann ohne irgendwas Fantastisches nicht leben, scheint mir. Dabei lese ich gerne romantic suspense Romane, die im Hier und Jetzt spielen und nicht den geringsten Fantasy-Touch haben *kopfschüttel*

Am Montag schickten wir Sylvias Exposé samt Leseprobe an 2 Verlage. Am Mittwoch Abend, nach ihrer Rückkehr nach Deutschland, erreichte mich die tolle Nachricht, dass sie bereits eine Antwort von einem Verlag, noch dazu ihrem favorisierten, hatte: Sie wollen das ganze Manuskript sehen *jubel*
Ich hab mich wahnsinnig gefreut, dass sie so schnell antworteten, und dann noch gleich mit einer Anfrage nach mehr! Ich fühle mich als Geburtshelfer dieses Buches und erinnere mich gut an die vielen lustigen und verzweifelten Emails, die wir deswegen austauschten (was sich bei allen weiteren Büchern wiederholte – es ist nicht leicht, mit einer zickigen Muse zu leben).
Selbst wenn der Verlag das Manuskript am Ende nicht kauft, ist das ein großer Schritt in die richtige Richtung. Das Anschreiben war immerhin so überzeugend, dass eine konkrete Anfrage kam, und das lässt darauf hoffen, dass auch andere Verlage das so sehen. Und wer weiß, vielleicht klappt es ja bereits beim ersten Versuch mit dem ersten Verlag? Es sind schon merkwürdigere Dinge geschehen…

Mein Auftrag für 2014 lautet nun, Stein und Stahl zu beenden (positiv denken, die Hälfte hab ich schon) und die Überarbeitung von Echo 1 abzuschließen. Damit sollte ich ausgelastet sein bis zum November, der dann ganz im Zeichen eines neuen Buches stehen wird – keine Ahnung, was, aber ich freue mich schon auf den NaNo und die irren und verschlungenen Wege, die mich meine Muse gehen lassen wird.

Jetzt muss ich mich wieder an die Arbeit machen, bis Sonntag früh soll ich ein letztes Korrektorat von Sylvias Roman machen, damit sie am Montag das komplette Manuskript an den Verlag schicken kann. 225 Seiten von 402 habe ich schon durch, der Rest muss sich in einer Nachtschicht ausgehen.

Zum Schluss noch ein „dezenter“ Hinweis auf die Stadt, in der ich arbeite (mir fiel auf, dass ich auf meiner „Wer ist bin“-Seite nie erwähnte, wo ich zuhause bin):

SONY DSC
Steckt die Frühlingsenergie in eure Geschichten und schreibt euch die Finger wund –
Jery

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Über Jery Schober

author translator daydreamer dogperson bookcollector candlejunkie Übersetzt Romane, schreibt Fantasy, liest querbeet und malt unerfolgreich.
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2 Antworten zu Autorentreffen zu Ostern 2014

  1. Carmilla DeWinter schreibt:

    Da freu ich mich immer, wenn ich die schnellste in der Textwerkstatt bin, und dann lese ich so einen Artikel und merke, dass ich nicht schnell bin. Andererseits ist es saublöd, sich unter Zwang zu setzen, weil davon gibt’s bloß Depri-Phasen.
    (Sagt eine, die ihr nächstes Projekt bis zum August in Rohfassung fertig haben will. 150 Normseiten geschrieben, 300 fehlen noch…)

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    • jery22 schreibt:

      He, das sind noch 3 volle Monate – 100 Seiten pro Monat, 25 Seiten pro Woche. Das geht sich aus! Natürlich ist Urlaub und Kranksein gestrichen, und das soziale Leben wird auch darunter leiden… aber was tut man nicht alles für eine fertige Rohfassung? Nach der der Spaß erst beginnt, weil danach die erste Überarbeitung ansteht, und dann die zweite… alles Gute! *daumendrück*

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