Wenn die Muse eine Bombe fallen lässt…

Las zwischendurch – ja, ok, statt zu schreiben – einen Blogpost über die Sinnhaftigkeit von Prologen und wie man sie zum Funktionieren bringt. Beispiel war, eine Episode aus der Vergangenheit des HC zu nehmen, die man nicht in die laufende Handlung einbauen kann, ohne auf einen Flashback zurückzugreifen, und die Auswirkung auf den laufenden Plot hat.
Ich überlegte, ob ich das auch machen könnte – theoretisch schon, aber nichts aus Bers Vergangenheit hat Einfluss auf den Plot. Es beeinflusst jede seiner Handlungen, sein Verhalten und seine Beziehungen, aber es hat nichts damit zu tun, was die Antagonisten unternehmen oder wie der Haupthandlungsstrang verläuft.

Enter the Muse.
Mit einer Bombe.

Es gibt drei Episoden aus Bers Vergangenheit, die maßgeblich dazu beitrugen, dass er so ist, wie er ist. In einer davon stirbt eine Person. Die Muse meinte heute, was ist, wenn diese Figur überlebt?
Hä? Warum? Die brauchen wir nicht. Spielt keine Rolle in unserer Geschichte.
*Jetzt schon.*
Und durch penetrantes Nachfragen spuckte die Muse mehr aus, verwarf Ideen, kam mit neuen, besseren und irgendwie fand ich endlich die eine persönliche Motivation, die mir für Bers Handeln immer gefehlt hatte.

Jetzt muss ich entscheiden, ob ich wirklich dabei bleibe und mich damit auf sehr gefährliches Terrain begebe (das könnte arg im Klischee landen) oder es etwas abschwäche – der Plot würde unter Umständen auch mit jemand anderem funktionieren.

Fragen über Fragen und keine Zeit, darüber nachzudenken, weil ich NaNo habe.

J

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Über Jery Schober

author translator daydreamer dogperson bookcollector candlejunkie Übersetzt Romane, schreibt Fantasy, liest querbeet und malt unerfolgreich.
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2 Antworten zu Wenn die Muse eine Bombe fallen lässt…

  1. para68 schreibt:

    Das klingt ja alles äußerst spannend. Momentan scheint die Muse vor Kreativität überzusprudeln. Mach Dir keine Gedanken, bis Anfang Dezember hast Du bestimmt nicht vergessen, was die Muse jetzt für Ideen hatte (ich gehe davon aus, dass Du Dir Notizen gemacht hast). Nach NaNo kannst Du immer noch in Ruhe darüber nachdenken, ob Du es im „Original“ übernimmst oder etwas abschwächst, um der Gefahr eines Klischees zu entgehen.
    Jedenfalls geht Dir der Schreibstoff nicht aus und von Blockade gibt es keine Spur mehr. Daran werde ich Dich erinnern, wenn Du das nächste Mal an Dir zweifelst! 🙂

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    • jery22 schreibt:

      Ich zweifele mindestens einmal die Woche an mir, aber ich hab gelernt, das nicht allzu ernst zu nehmen und auszusitzen. Wie jede Krise geht auch der wöchentliche Selbstzweifelanfall vorbei, mal langsamer, mal schneller. Solange weiter der Spaß am Schreiben überwiegt, mache ich weiter. Auch wenn mich die Muse manchmal schmählich im Stich lässt *böser Blick*

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